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Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c6.39

Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c6.39

Language
German

c6.39

Unterwegs stellen sich erschreckliche Vorzeichen ein. Da kommt Râma Jâmadagnya mit seinem Beile und seinem Pfeile. Die erschrockenen Ṛishi empfangen ihn nach Gebühr und Vorschrift. 75. Jâmadagnya fordert Râma auf, seinen Bogen zu spannen und dann mit ihm einen Zweikampf zu bestehen. Vergeblich bittet Daçaratha ihn, seinen Sohn zu schonen: er habe ja seinen Zorn gegen die Kshatriya aufgegeben und Indra gelobt, Frieden zu halten. Jâmadagnya beachtet ihn nicht, sondern wendet sich an Râma: den Bogen Çiva's habe Râma zerbrochen, er aber besitze Viṣṇu's Bogen, der nach einem Wettkampfe zwischen beiden Göttern als der stärkere gelte. Viṣṇu habe denselben seinem Grossvater Devarâta gegeben, und der dem Jamadagni. Als letzterer die Waffen abgelegt habe, habe Arjuna ihn getötet. Darum habe er öfters die Geschlechter der Kshatriya vernichtet und die Erde dem Kaçyapa gegeben. Er komme jetzt, nachdem er gehört habe, dass Râma den Bogen Çiva's zerbrochen habe. 76. Râma spannt Viṣṇu's Bogen und legt den Pfeil auf. Er giebt dem besiegten Gegner die Wahl, ob er ihm die errungenen himmlischen Gefilde oder sein Vermögen, überall hin zu gehen, mit dem Schusse rauben solle. Jâmadagnya sagt, dass ihm Kaçyapa versagt habe, auf der Erde zu wohnen; drum möge er ihm sein Vermögen lassen, überall hin zu gehen. Er werde sich nach dem Mahendra begeben. Râma schiesst den Pfeil ab und vernichtet die Welten, die Jâmadagnya sich errungen hatte.