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Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c6.7

Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c6.7

Language
German

c6.7

9. Der Wagenlenker (Sumantra) sagt dem König, dass Sanatkumâra einst erzählt habe, Vibhâṇḍaka, Kâcyapa's Sohn, würde einen Sohn Ṛishyaçṛinga haben, der in strenger Keuschheit, ohne von Weiber etwas zu erfahren, aufwachsen würde. Nun würde Romapâda, König von Anga, durch ein Vergehen bewirken, dass es in seinem Lande nicht regnen werde. Seine Räte würden ihm zur Abwendung dieses Unheils raten, Ṛishyaçṛinga herbeizuführen und mit seiner Tochter Çântâ zu vermählen. Da sie sich fürchten, den Muni selbst herbeizuführen, bringen sie ihn durch List herbei. 10. Sumantra erzählt, dass Romapâda auf Rat seines Purohita Hetären abgeschickt habe. Diese hätten den weiberunkundigen Ṛishyaçṛinga in seiner Einsiedelei während seines Vaters Abwesenheit besucht, und seien von ihm als Ṛishi bewirtet worden. Sie hätten ihn umarmt und ihm Süssigkeiten als Früchte ihrer Einsiedelei gegeben. Andern Tags sei er dahin gegangen, wo er die Frauen zuerst gesehen habe, und sei von ihnen weggeführt worden, worauf sofort reichlicher Regen gefallen sei. Romapâda habe dem Ṛishyaçṛinga seine Tochter Çântâ vermählt. 11. Sumantra fährt fort: Sanatkumâra habe dann weiter prophezeit, dass Daçaratha, mit dem König der Anga befreundet, ihn bitten werde, dass er ihm, dem Kinderlosen, den Ṛishyaçṛinga samt Gemahlin zur Leitung seines Opfers abtreten möge. Das werde geschehen und Daçaratha werde 4 Söhne bekommen. — Daçaratha geht auf Sumantra's Rat mit grossem Gefolge zum König von Anga, welcher Ṛishyaçṛinga und Çântâ mit ihm ziehen lässt. Dem Ṛishyaçṛinga wird ein feierlicher Empfang in Ayodhyâ bereitet. 12. (Im Ganzen eine Wiederholung von 8.)