Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c7.20
Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c7.20
- Language
- German
c7.20
61. „Als R. in den Wald gegangen war“, beklagte bitter Kausalya vor ihrem Gatten das Unglück der Verbannten. Auch würde R. später nicht die Herrschaft aus Bharata's Händen annehmen. 62. D. fällt in Ohnmacht; dann fleht er Kausalya an, ihn zu schonen. Diese bereut ihr Unrecht. Es wird Nacht; der König schläft ein. 63. Erwacht fühlt er wieder sein Leid. „Als R. und seine Gattin in den Wald gegangen waren“, gedenkt D. eines früher begangenen Frevels und nach einigen einleitenden Betrachtungen erzählt er, wie er noch als Kronprinz während der Regenzeit einst nach dem Gehör auf einen vermeintlichen Elefanten schiessend einen jungen wasserholenden Eremiten mit seinem Pfeile durchbohrt habe. Dieser habe ihm aufgetragen, seine blinden Eltern zu trösten, und ihn gebeten, den Pfeil aus der Wunde zu ziehen: er brauche keinen Brahmanenmord zu befürchten, denn er sei der Sohn eines Vaiçya mit einer Çûdrâ. Als er den Pfeil herausgezogen habe, habe der Knabe seinen Geist aufgegeben. 64. Er habe dann die beiden Alten aufgesucht und ihnen das Unglück gestanden. Als er dann diese auf ihren Wunsch zur Leiche ihres Sohnes gebracht hätte, sei derselbe mit Indra am Himmel erschienen und habe ihnen baldiges Wiedersehn verkündet. Da habe der Vater ihm, D., geflucht, auch er würde aus Kummer über den Verlust seines Sohnes sterben. Darauf hätten die beiden Alten die Leiche ihres Sohnes verbrannt und seien dann selbst gestorben. — Nach dieser Erzählung verliert D. das Augenlicht und die Vorboten des Todes mehren sich. Unter Selbstanschuldigungen und Klagen giebt er in Gegenwart seiner zwei Frauen den Geist auf.