Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c7: Ayodhyâ—Kâṇḍa
Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c7
- Language
- German
Ayodhyâ—Kâṇḍa
c7.1
1. Bharata weilte mit Catrughna bei seinem mütterlichen Oheim Açvapati.
c7.2
Daçaratha's Lieblingssohn war Râma, der mit allen Vorzügen ausgestattet war. Darum hegte D. den Wunsch, selbst ihn zu seinem Nachfolger weihen zu lassen. Zu dem Zwecke versammelte er die Fürsten und Grossen. 2. Diesen erklärte er, dass er schon in hohem Alter stehend der Ruhe bedürfe; er wolle daher am folgenden Tage Râma weihen lassen. Die Versammelten nahmen den Vorschlag mit grossem Beifall auf, und ergehen sich, nach dem Grunde ihrer Zustimmung befragt, in Lobpreisungen Râma's. 3. D. dankt ihnen und beauftragt dann Vasisṭha und Vâmadeva, alles für die Weihe herzurichten. Diesen Auftrag lässt Vasisṭha durch geeignete Diener ausführen. Als die beiden genannten die Ausführung des Auftrags dem Könige gemeldet hatten, lässt dieser durch Sumantra den Râma auf einem Wagen herbeiführen. R. langt an und besteigt den Palast; D. teilt ihm seinen Beschluss mit und ermahnt ihn, weise zu regieren. Darauf kehrt R. zurück. Seine Freunde aber hatten Kausalya die freudige Botschaft gebracht.
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4. D. beschloss nach dem Weggang der Bürger, am folgenden Tage die Weihe vorzunehmen, und lässt R. nochmals durch Sumantra herbeiführen. Er teilt ihm seine Absicht mit und sagt ihm, er solle mit Sitâ fastend die Nacht auf einem Lager von Darbha-Gras zubringen. R. geht dann zu seiner Mutter, bei der Sitâ, Sumitrâ und Lakshmaṇa sind. Er teilt Sitâ den Auftrag seines Vaters mit. Kausalya beglückwünscht ihn, und er freut sich, sein Glück mit Lakshmaṇa teilen zu können.
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5. Nachdem D. den R. wegen der bevorstehenden Weihe benachrichtigt hatte, trägt er dem Vasisṭha auf, Sorge zu tragen, dass R. und S. die Nacht fastend verbrächten. V. entledigt sich seines Auftrages und kehrt durch die freudig erregte Stadt zum Könige zurück. 6. Nach seinem Fortgang beobachten R. und S. strenge die frommen Gebräuche, bis der anbrechende Tag mahnt, sich zum Feste zu rüsten. Die Bürger aber schmücken die Strassen und Häuser, und es war von Nichts als der bevorstehenden Weihe die Rede.
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7. Mantharâ, eine buckelige Sklavin der Kaikeyi, gewahrte vom Palaste herabblickend den festlichen Schmuck und den Jubel der Stadt.
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entblösst Bharata und Çatrughna und giebt ihnen gute Lehren auf den Weg. Aufnahme in Râjagriha (Girivraja) B 79, 45—48 = C 77, 20—24. B 80 Bharata und Çatrughna werden in den Wissenschaften unterrichtet. Bh. schickt Boten mit Grüssen und Nachrichten an seine Eltern und Geschwister.
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Von der Amme über die Veranlassung dazu belehrt, eilt sie zur Kaikeyī und bestürmt sie mit rauhen Worten und Unglücksverheissungen: durch Rāma's Einsetzung als Mitregent werde sie gänzlich bei Seite gesetzt. K. aber freut sich über R.'s Erhöhung und belohnt Mantharā für ihre frohe Botschaft mit einem Schmuck. 8. Diese weist ihn aber zurück und stellt der K. nochmals die ihr und den Ihrigen von R. drohenden Gefahren in heftiger Rede vor. K. aber antwortet mit einer Lobeserhebung Rāma's, worauf M. ihre Befürchtungen wiederholt und andeutet, dass R. in den Wald verbannt und Bharata die Herrschaft erhalten solle. 9. K. nimmt den Vorschlag an und fragt, wie er auszuführen sei. M. sagt, sie wolle es ihr sagen, wenn sie es hören wolle. K. fragt, wie sie es anstellen solle, dass Bharata die Herrschaft bekomme. Nun erinnert M. sie daran, dass Daçaratha einst dem Indra im Kampfe gegen den Asura Çambara beigestanden habe, aber dabei verwundet worden sei. Sie, Kaikeyī, habe ihn gerettet, und zum Danke habe er ihr zwei Wünsche gewährt. Jetzt solle sie deren Einlösung fordern, um R. in die Verbannung zu schicken und ihren Sohne die Herrschaft zu sichern. Sie solle sich in das Schmollgemach zurückziehen und sich nicht erweichen lassen, bis der König seine Zusage erteilt habe. K. überhäuft die Buckelige mit Schmeicheleien und begiebt sich ins Schmollgemach, wo sie ihre Schmucksachen von sich thut und sich auf den blosen Erdboden niederlegt.
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10. (1–8 Wiederholung). Als der König die Weihe R.'s angeordnet hatte, ging er in Kaikeyī's Wohnung, um ihr selbst die frohe Nachricht zu bringen. Doch traf er sie nicht, wie er erwartet hatte, sondern er erfuhr, dass sie im Schmollgemachweile. Er eilte zu ihr und suchte sie durch Versprechungen zu besänftigen. 11. Da lässt K. sich feierlich vom Könige die Erfüllung ihrer Bitte beschwören, und indem sie ihn an die ihr früher gewährten zwei Wünsche erinnert, verlangt sie die Krönung Bharata's und vierzehnjährige Verbannung Rāma's. 12. Der König ist ganz niedergeschmettert; nachdem er sich gesammelt, schmäht er K. und fleht sie an, ihm den R. zu lassen. Sie aber wirft ihm vor, er wolle sein Wort brechen; wenn er es thäte, würde sie sich das Leben nehmen. Nach diesen Worten antwortet sie dem jammernden Könige nicht mehr. Darauf ergeht sich D. aufs neue in Klagen und Schmähungen: er würde den Weggang R.'s nicht überleben. 13. Unter fortgesetzten Schmähungen und Klagen bricht die Nacht an. D. fleht die Königin um Abänderung ihres Wunsches an, aber vergeblich. 14. K. droht sich den Tod zu geben, wenn R. nicht verbannt würde. Da sagt sich D. feierlich von ihr los.
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Unterdessen bricht der Morgen an. Vasisṭha kommt mit den zur Weihe nötigen Gegenständen zur Stadt und trifft im Palaste Sumantra, den er zum Könige schickt. Dieser geht in das Gemach des Königs und preist ihn. Doch als der König sich darüber beklagt, weicht er scheu zurück. Kaikeyî fordert ihn auf, den R. herbeizubringen. Der König stimmt diesem Befehle bei, worauf Sumantra sich in froher Erwartung entfernt. 15. Am Morgen hatten sich die Vornehmsten der Unterthanen an den Thoren des Palastes versammelt. Es war aber alles zur Weihe nötige zusammengebracht worden. Die versammelten Grossen bitten Sumantra, sie bei dem Könige zu melden. Dieser geht also wieder ins Serail, wird aber etwas barsch aufgefordert, R. zu holen. Er geht vergnügt fort und gelangt auf der geschmückten Hauptstrasse durch die freudig erregte Menge zu R.'s prächtigem Palast. 16. Von den Thürstehern angemeldet, tritt er vor Râma und Sitâ und richtet seinen Auftrag aus. R. verabschiedet sich von S. und wird von ihr unter Glückwünschen bis zur Thüre begleitet. Er besteigt zusammen mit Lakshmaṇa einen Wagen und fährt mit stattlichem Gefolge unter dem Jubel der Menge zu seines Vaters Palast. 17. Den Wagen besteigend fährt R. auf der festlich geschmückten Strasse unter dem Jubel der Menge zu seines Vaters Wohnung, und 5 Höfe durchschreitend, gelangt er in das Serail. 18. Er findet D. mit K. zusammen. Da dieser nur das Wort Râma hervorbringen kann, fragt R. bestürzt die Königin, weshalb sein Vater so verändert sei. Sie sagt, D. habe ihr ein Versprechen gegeben, das er jetzt bereue; wenn Râma schwöre, es zu erfüllen, wolle sie es ihm nennen. R. sagt zu, und K. eröffnet ihm, er solle 14 Jahre in die Verbannung gehen und Bharata anstatt seiner geweiht werden. 19. R. verspricht es und zeigt sich nur darüber betrübt, dass sein Vater ihn nicht anreden will. K. treibt ihn an, sofort sein Versprechen auszuführen. R. geht mit L. fort.
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20. Er geht zu seiner Mutter Wohnung und findet sie beim Opfer. Sie begrüsst ihn freudig, er aber verkündet ihr, wie sich sein Glück gewendet habe. Sie fällt in Ohnmacht, und wieder zu sich gekommen, macht sie ihrer Verzweiflung in Jammern und Klagen Luft. 21. Lakshmaṇa rät, die Sinnesänderung des Vaters nicht zu achten und die Herrschaft selbst gewaltsam an sich zu reissen. Kausalyâ stimmt ihm bei und droht mit dharma. R. aber erklärt den Gehorsam gegen seinen Vater als seine höchste Pflicht und ermahnt L., recht zu handeln. Seine Mutter bittet er, ihm die Erfüllung seiner Pflicht zu erleichtern. (v 52–64 führen dieselben Gedanken in anderer Form nochmals aus). 22. R. sagt, er wolle der Kaikeyî keinen Kummer bereiten. Ihr Entschluss sei ihr vom Schicksal eingegeben. Dem Schicksal müsse man sich fügen; er ergäbe sich gern etc. 23. L. bekämpft R.'s Ansicht; er werde ihm zu seinem Rechte verhelfen, selbst gegen den Willen des Schicksals. 24. Kau. bittet ihren Sohn, ihn begleiten zu dürfen; doch dieser sagt, es sei ihre Pflicht, bei ihrem Gatten auszuharren. (Derselbe Gedanke wiederholt). 25. Kau.'s Segenswünsche und das Mangala. Abschied von Kausalyâ.
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26. R. begibt sich zu Sītā. Als sie die Veränderung in seinem Aussehn und das Fehlen der königlichen Attribute bemerkt, fragte sie bestürzt, was sich ereignet habe. R. teilt es ihr mit und fordert sie auf, stets ihre Pflichten gegen den König etc. zu erfüllen. 27. Sītā erwiedert, Pflicht der Gattin sei, Glück und Unglück mit ihrem Gatten zu teilen. Darum werde sie mit ihm in den Wald gehen. 28. R. sucht durch die Schilderung der Gefahren des Waldlebens sie von ihrem Entschlusse abzubringen. 29. S. bleibt aber fest und bittet, ihn begleiten zu dürfen. R. willigt nicht ein und sucht sie zu beschwichtigen. 30. Dasselbe wiederholt sich, bis R. einwilligt. Sie soll die Vorbereitungen treffen. 31. Lakshmaṇa, der schon vorher gekommen war, sagt, er würde die Verbannten begleiten. Doch R. weist ihn zurück: es sei seine Pflicht, die Zurückgebliebenen zu schützen. L. erwiedert, dass Kausalyā sich und die Ihrigen erhalten könne, worauf R. seine Erlaubnis giebt und ihm aufträgt, die Waffen herbeizuholen: die zwei von Varuṇa geschenkten Bogen, Köcher, Panzer und Schwerter. So geschieht's, und R. schickt sich an, Geschenke an die Brahmanen zu verteilen.
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32. L. bringt Suyajna, Vasiṣṭha's Sohn, zu R., der ihn reichlich beschenkt und ihm Geschenke der Sītā für seine Frau mitgiebt. Ferner werden beschenkt: Agastya, Viçvāmitra, der Lehrer der Taittirīya, die Kaṭhaka-Brahmanen und alle zum Haushalt Gehörigen. — Ein armer alter Brahmane Pingala Trijaṭa, ein Gārgya, bittet auf Antreiben seiner jungen Frau den R. um ein Geschenk. Dieser verspricht ihm lachend das, was er mit seinem Stabe erreichen könne. Da wirft Trijaṭa seinen Stab bis ans andere Ufer der Sarayū mitten in eine grosse Kuhherde, die er dann auch zum Geschenk erhielt.
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33. Auf dem Wege nach D.'s Palast werden R. L. und S. von den auf den Dächern ihrer Häuser sich aufstellenden Bürgern, die ihre Absicht kundgeben die Stadt zu verlassen, gepriesen und beklagt. 34. Sumantra meldet dem Könige ihre Ankunft. Dieser lässt zunächst alle seine Frauen herbeiführen und darauf werden R., L. und S. vorgelassen. D. eilt dem R. entgegen, bricht aber ohnmächtig zusammen. Von seinen Kindern aufgehoben, erlangt er die Besinnung wieder und bittet R., der sich verabschieden will, um einen Tag Aufschub. R. aber bleibt bei seinem Entschlusse. 35. Sumantra schilt die Kaikeyī und droht, dass Alle dem R. folgen würden. Er erinnert sie an die Verstossung ihrer eigenen Mutter. Ihrem Vater hätte nämlich Jemand die Gabe verliehen, alle Tierstimmen verstehen zu können. In einer Nacht hörte er einen Jṛimbha-Vogel schreien, und lachte über das, was der Vogel sagte. Die Königin hätte darauf bestanden, zu erfahren, warum er lache, obschon der König sagte, es würde ihm das Leben kosten. Darum hätte er sie auf Rat dessen, der ihm jene Gabe verliehen hatte, „heiteren Sinnes verstossen und lebte wie Kubera“. Darum möge K. von ihrem unheilvollen Entschlusse ablassen. Doch seine Rede machte keinen Eindruck auf sie. 36. D. erlässt an Sumantra den Befehl, dass dem R. ein grosses Heer mit vielen Schätzen und grossem Geleite folgen solle. Da erblasst K.: Bharata solle nicht eine wertlose Herrschaft antreten, R. solle wie Asamanja ohne Gefolge die Verbannung antreten. Ein alter Grosser erzählt darauf die Geschichte von Asamanja und mahnt K. zur Mässigung. 37. R. sagt, er bedürfe keines Gefolges noch anderen Prunkes, und bittet sich Bastkleider aus. K. giebt solche allen Dreien; R. und L. ziehen sie an, S. vermag es aber nur mit R.’s Hülfe. Die jammernden Frauen bitten, dass S. bei ihnen bleibe. Vasisṭha hält der K. vor, dass sie kein Recht über S. habe. Wenn auch sie ginge, würden Alle ihr folgen und keiner zurückbleiben. 38. D. macht der K. Vorwürfe wegen ihres Verhaltens gegen S. R. bittet ihn, seine Mutter wie früher hoch zu halten. 39. D. bricht in Klagen aus und lässt dann durch Sumantra einen Reisewagen herbeibringen. Kau. belehrt die S. über die Pflichten einer treuen Gattin, S.’s Antwort. R. sagt den Frauen des Serails Lebewohl. 40. Er, S. und L. nehmen Abschied von D. und seinen Frauen. Sumitrâ’s Rede an L. Die Drei besteigen den Wagen, den Sumantra lenkt. Die Städter geben das Geleite, D. und Kau. folgen zu Fusse. R. lässt schneller fahren, um den Trennungsschmerz zu verkürzen.
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41. Jammer im Serail. Zeichen am Himmel und auf Erden. Zustand der Stadt und der Bürger. 42. Als D. den R. aus den Augen verliert, stürzt er ohnmächtig zur Erde. Kausalya und Kaikeyî stützen ihn, er aber verstösst Letztere mit ihrem Anhang. Dann kehrt er allein unter Klagen zurück und lässt sich in Kausalya’s Wohnung führen, wo er in erneute Klagen ausbricht. 43. Klagen der Kausalya. 44. Sumitrâ tröstet sie: den R. könne kein Unheil treffen, er würde bald heimkehren.
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45. R. fordert die ihm folgenden Bürger zur Rückkehr auf; sie sollten dem Bharata gehorchen und seinen Vater ehren. Als die greisen Brahmanen mit dem Wagen nicht Schritt halten können, steigen die Drei ab. Die Brahmanen flehen ihn an zurückzukehren. So gelangen sie zur Tamasâ. 46. An ihrem Ufer wird Halt gemacht. Doch schon frühe brechen die Reisenden heimlich auf, setzen über den Fluss, fahren erst nach Norden und wenden sich dann in den Wald, um so die schlafenden Bürger irre zu führen. 47. Diese brechen am Morgen in Klagen aus und kehren, da sie die Fährte der Verschwundenen nicht verfolgen können, nach Ayodhyâ zurück. 48. Klagen der Frauen in Ayodhyâ bei der Rückkehr ihrer Männer.
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49. Noch in der Nacht legen die Verbannten eine grosse Strecke zurück. Sie setzen über die Vedaçruti und Gomatî. 50. R. ruft Ayodhyâ ein letztes Lebewohl zu, entlässt die Landleute, und gelangt jenseits der Grenze von Kosala an den Ganges. Beschreibung desselben. Bei einem Ingudî-Baume lässt er Halt machen und empfängt dort den Besuch des Nishâda-Häuptlings Guha Sthapati. Von dessen Vorräten nimmt er nichts für sich an, nur lässt er die Pferde besorgen. Das Nachtlager. 51. Guha und L. bringen die Nacht in Gesprächen zu.
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52. R. lässt durch Guha ein Schiff zur Überfahrt besorgen und verabschiedet Sumantra. Derselbe bittet R., ihn während der Verbannung begleiten zu dürfen. Aber R. schickt ihn mit Grüssen an seinen Vater zurück. Darauf lässt er sich von Guha Bastkleider geben und macht sich und L. Büsserflechten. Nachdem sie Abschied von Guha genommen, besteigen sie das Schiff und setzen unter Gebeten an die Gangâ über diesen Fluss. Am südlichen Ufer angelangt, gehen sie zu Fusse weiter. L. geht voraus, S. folgt, und R. macht den Schluss.
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53. R. beginnt zu klagen und fordert seinen Bruder auf heimzukehren. Dieser tröstet ihn, will ihn aber nicht verlassen. 54. Am folgenden Morgen ziehen sie weiter und gelangen abends zur Mündung der Yamunâ. Dort besuchen sie Bharadvâja in seiner Einsiedelei und werden freundlich von ihm bewirtet. Er weist ihnen den Citrakûta als sichern und versteckten Aufenthalt an. 55. Am Morgen zeigt ihnen der Seher den Weg. Sie machen ein Floss, setzen über die Yamunâ und ziehen weiter in den Wald. 56. Am nächsten Morgen ziehen sie weiter durch liebliche Wälder und gelangen zum Berge Citrakûta. (Begegnung mit Vâlmîki.) L. erbaut eine Hütte, die rite geweiht und dann von den Dreien bezogen wird.
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57. Heimkehr Guha's. Sumantra kehrt nach Ayodhyâ zurück und gelangt unter den Klagen der Bürger vor den König. Als dieser Râma's Botschaft hört, fällt er ohnmächtig zu Boden und wird von Kausalya und Sumitrâ gehalten. 58. Er fragt den Sumantra, wie es den Verbannten ginge. Jener wiederholt R.'s Abschiedsworte. 59. Dann schildert er seine Rückkehr. Klagen des Königs. 60. Kausalya wünscht zu R. geführt zu werden. Sumantra tröstet sie.
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61. „Als R. in den Wald gegangen war“, beklagte bitter Kausalya vor ihrem Gatten das Unglück der Verbannten. Auch würde R. später nicht die Herrschaft aus Bharata's Händen annehmen. 62. D. fällt in Ohnmacht; dann fleht er Kausalya an, ihn zu schonen. Diese bereut ihr Unrecht. Es wird Nacht; der König schläft ein. 63. Erwacht fühlt er wieder sein Leid. „Als R. und seine Gattin in den Wald gegangen waren“, gedenkt D. eines früher begangenen Frevels und nach einigen einleitenden Betrachtungen erzählt er, wie er noch als Kronprinz während der Regenzeit einst nach dem Gehör auf einen vermeintlichen Elefanten schiessend einen jungen wasserholenden Eremiten mit seinem Pfeile durchbohrt habe. Dieser habe ihm aufgetragen, seine blinden Eltern zu trösten, und ihn gebeten, den Pfeil aus der Wunde zu ziehen: er brauche keinen Brahmanenmord zu befürchten, denn er sei der Sohn eines Vaiçya mit einer Çûdrâ. Als er den Pfeil herausgezogen habe, habe der Knabe seinen Geist aufgegeben. 64. Er habe dann die beiden Alten aufgesucht und ihnen das Unglück gestanden. Als er dann diese auf ihren Wunsch zur Leiche ihres Sohnes gebracht hätte, sei derselbe mit Indra am Himmel erschienen und habe ihnen baldiges Wiedersehn verkündet. Da habe der Vater ihm, D., geflucht, auch er würde aus Kummer über den Verlust seines Sohnes sterben. Darauf hätten die beiden Alten die Leiche ihres Sohnes verbrannt und seien dann selbst gestorben. — Nach dieser Erzählung verliert D. das Augenlicht und die Vorboten des Todes mehren sich. Unter Selbstanschuldigungen und Klagen giebt er in Gegenwart seiner zwei Frauen den Geist auf.
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65. Die Dienerschaft kommt am nächsten Morgen um dem Könige die üblichen Dienste zu leisten und finden ihn tot. Kausalya und Sumitrâ erwachen; auf ihren Jammerruf eilt das ganze Serail herbei. 66. Klagen der Kausalya. Die Leiche des Königs wird in Oel verwahrt. Klagen der übrigen Weiber.
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67. Bei Tagesanbruch versammeln sich die vornehmsten Brahmanen und stellen Vasistha vor, welche Gefahren ein königloses Reich liefe. 68. Dieser schlägt vor, den Bharata und Çatrughna kommen zu lassen. Er entsendet Boten nach Râjagriha, die jene eiligst herbeiführen sollen, ohne ihnen aber die Vorfälle im Elternhause zu verraten. Die Reise der Boten nach Girivraja.
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69. Bharata erzählt Morgens seine schlimmen Träume, die er in der Nacht hatte, in der die Boten anlangten.
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70. Diese sehen ihn und übergeben ihm die Geschenke. Er verabschiedet sich von seinem Grossvater Açvapati, übergiebt ihm die Geschenke und wird von ihm beschenkt. Dann nimmt er von seinen übrigen Verwandten Abschied und reist von Râjagriha ab. 71. Seine Rückkehr in 7 Tagen. Die Reiseroute. Das veränderte Aussehn von Ayodhyâ erschreckt, noch mehr als er die Stadt selbst betritt. 72. Als er seinen Vater nicht im Palast findet, geht er in die Wohnung seiner Mutter und bringt durch seine Fragen allmählich den ganzen Sachverhalt heraus. Kaikeyî fordert ihn auf, sich zum Könige weihen zu lassen. 73. Er aber überhäuft sie mit Vorwürfen; er werde die Herrschaft nicht annehmen, sondern R. veranlassen zurückzukehren. 74. Er schmäht seine Mutter wegen ihrer Undankbarkeit gegen Daçaratha, Râma und Kausalya. Geschichte von der Surabhi, die wegen zweier Söhne betrübt ist. 75. Er missbilligt vor den Räten das Geschehene. Als Kausalya harte Worte zu ihm spricht, beteuert er durch viele Flüche, dass er das Unrecht, das R. geschehen sei, aufs Tiefste beklage.
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76. Auf die Aufforderung des Vasistha lässt er die Leiche des Vaters feierlich verbrennen. 77. Beschenkung der Brahmanen am zwölften Tage, am folgenden Bharata's und Çatrughna's Klage. 78. Letzterer misshandelt die Mantharâ, welche die Kaikeyî um Schutz anfleht, giebt sie aber auf Bh's. Befehl frei.
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79. Die Beamten bitten Bh. sich zum Könige weihen zu lassen. Doch er weigert sich: er wolle R. zurückholen. Dann giebt er Befehl, alles für die Reise vorzubereiten. 80. Die Arbeiter und Handwerksleute richten den Weg zum Marsche her und bereiten alles vor.
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81. Am Morgen wird Bh. wie ein König durch Musik geweckt. Er hebt zu klagen an. Vasistha kommt in die Versammlung und lässt die Grossen des Reiches holen. Auch Bh. und Çatrughna kommen. 82. Vor versammelten Edeln rät Vasistha, dass Bh. sich solle krönen lassen. Doch dieser weigert sich: er werde Râma als König zurückführen. Er giebt Sumantra den Befehl, das Heer zusammen zu ziehen. Das geschieht.
c7.28
83. Am Morgen zieht Bh. mit einem grossen Heere aus und erreicht bei Çringaverapura den Ganges. Dort lässt er das Heer lagern. 84. Guha lässt seine Leute vorsichtig am Flusse Stellung nehmen und begibt sich zu Bh., für dessen Heer er sorgen zu wollen verspricht. 85. Bh. beseitigt den Verdacht Guha's. Bei Anbruch der Nacht begeben sich Alle zur Ruhe. 86. Guha erzählt ihm seine Unterhaltung mit Lakshmana (= 54). 87. Bh. sinkt vor Kummer zusammen. Die Mütter eilen herbei. Guha erzählt, wie die Verbannten dort geruht hätten. 88. Gedanken Bh's., als er das ärmliche Nachtlager der Verbannten erblickte. 89. Er setzt mit dem Heer über den Ganges. 90. Er lässt das Heer lagern und geht mit Vasistha und den Grossen zu Bharadvâja. Vor diesem reinigt er sich von dem Verdacht schlimmer Absichten gegen R. 91. Der Rishi bewirtet das Heer in wunderbarer Weise. 92. Abschied von Bharadvâja, der den Weg nach dem Citrakûta weist. Bh. stellt ihm die Mütter vor; der Seher weist auf Râma's Aufgabe hin zur Entschuldigung der Kaikeyî. Aufbruch des Heeres. 93. Sie kommen zum Citrakûta. Anblick des Waldes. Späher erblicken Rauch. Bh. lässt das Heer Halt machen.
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94. Râma schildert der Sîtâ die Schönheiten des Citrakûta, 95. und die Lieblichkeit der Mandâkinî. (Ein von den Comm. als prakshipta bezeichneter Gesang — in B: 105 — schildert das Leben im Walde und die Bestrafung der frechen Krähe). 96. Der Staub und Lärm verraten das Nahen eines Heeres. Lakshmana steigt auf einen Baum und erkennt, dass Bharata heranziehe. Er gerät in grossen Zorn. 97. R. beschwichtigt ihn. — Bh. lässt sein Heer in einiger Entfernung lagern. 98.
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Er schickt Guha mit Spähern in den Wald und erblickt selbst von einem Baume aus den Rauch über R.'s Wohnstätte. 99. Bh. und Çatrughna gehen dahin und fallen R. zu Füssen. Die Brüder umarmen sich unter Thränen. 100. R. fragt den Bh., ob er die Herrschaft richtig führe. (Kaccid). 101. Bh. erzählt den Tod ihres Vaters und bietet dem R. die Herrschaft an. R. lehnt sie ab, sie müssten die Anordnungen ihres Vaters ausführen. 102. Bh. wiederholt seine Bitte und fordert R. auf, die Totenspende für ihren Vater darzubringen. 103. R.'s Klagen über den Tod seines Vaters. An der Mandâkinî wird die Totenspende dargebracht. Darauf kehren sie nach der Hütte auf dem Berge zurück. Als das Heer ihre laute Klagen hört, bricht eine grosse Menschenmenge auf, um R. zu sehen. 104. Vasisṭha führt die Mütter herbei. Sie sehen an der Mandâkinî die Stätte, wo die Totenspende für Daçaratha dargebracht worden war. Dann kommen sie zu R.'s Wohnung und begrüssen ihn, L. und S. 105. Am Morgen versammeln sich Alle (an der Mandâkinî) bei R., dem Bh. die Herrschaft anbietet. R. tröstet ihn mit schönen Sprüchen über die Vergänglichkeit des Lebens und erklärt dann, den Befehl des Vaters ausführen zu wollen. So solle auch er thun. 106. Bh. preist den R. und bittet ihn, durch die Rückkehr nach Ayodhyâ das Unrecht des Vaters wieder gut zu machen. 107. R. fordert den Bh. auf, den Vater nicht ins Unrecht zu setzen. Er werde in den Wald gehen. 108. Jâbâli trägt ketzerische Ansichten (der Lokâyatika) vor und fordert R. auf, die Herrschaft anzunehmen. 109. R. widerlegt die von Jâbâli geäusserten Ansichten. 110. Vasisṭha trägt den Stammbaum Râma's vor (cf. I 70). 111. Er fordert R. auf, den Vorschlag Bh's. anzunehmen. R. weigert sich. Bh. beginnt dharnâ (obschon dies nicht Sitte der Kshatriya ist), findet aber keine Unterstützung bei den Freunden. R. bittet ihn, von seinem Entschlusse abzustehen. Da erhebt er sich und sagt, er wolle selbst in den Wald gehen. R. antwortet, dass er sein dem Vater gegebenes Wort auch nach dessen Tode halten müsse. Er verspricht den Bürgern, bei seiner Rückkehr die Herrschaft wieder zu übernehmen. 112. Die Ṛishi erscheinen in der Luft und fordern Bh. auf, dem R. zu gehorchen. Bh. bittet den R. fussfällig, die Herrschaft zu übernehmen, er könne es nicht. R. bekräftigt die Unabänderlichkeit seines Entschlusses. Da lässt sich Bh. von ihm seine Sandalen geben: die sollten als Symbol die Herrschaft führen, während er bis zur Rückkehr R.'s ausserhalb der Stadt leben werde. Sie nehmen von einander Abschied.
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113. Rückzug Bharata's. Er erzählt dem Bharadvâja, dass er auf Vasisṭha's Rat die Sandalen erhalten habe. Weiterreise: Yamunâ, Gangâ, Çṛingavera, Ayodhyâ. 114. Das veränderte Aussehen Ayodhyâ's. Bh. macht den Wagenlenker auf die Veränderung aufmerksam, zieht in die Stadt und in seines Vaters Palast ein. 115. Er verkündet den Ministern seinen Beschluss, nach Nandigrâma überzusiedeln. Mit ihnen zieht er dorthin; unaufgefordert begleitet ihn das Heer. Er installirt die Sandalen als Vertreter des Königs.
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116. Die Büsser verraten Zeichen der Unruhe und Angst. Der Älteste teilt R. mit, dass Khara, ein jüngerer Bruder Râvaṇa's, die Büsser von Janasthâna bedränge. Sie wollten daher wegziehen, er solle mitkommen. R. kann sie nicht zurückhalten; er bleibt. 117. Dem R. gefällt nicht mehr der Aufenthalt am Citrakûṭa. Er zieht weiter zur Einsiedelei Atri's, der ihn freundlich empfängt und Sîtâ auffordert, seiner Frau Anasûyâ ihre Aufwartung zu machen. Diese belobt sie wegen ihrer Treue. 118. S.'s Antwort. Erfreut beschenkt Anasûyâ sie mit der Wundersalbe, Schmuck, Kleidern und Kränzen. S. erzählt ihre Geburt und Verheiratung. Als Janaka einst pflügte, sei sie aus der Erde hervorgekommen und von ihm als Tochter angenommen worden. Varuṇa habe ihrem Vater bei einem Opfer den Bogen geschenkt, den Niemand spannen konnte. Er habe ihre Selbstwahl angeordnet. Dazu seien R., L. und Viçvâmitra gekommen und R. habe den Bogen gespannt und zerbrochen, worauf ihr Vater ihm sie zum Weibe gegeben habe. Doch habe R. sie erst genommen, nachdem Daçaratha seine Zustimmung gegeben habe. L. habe die Ûrmilâ geheiratet. 119. Die Nacht bricht an. Anasûyâ entlässt S., die geschmückt zu R. zurückkehrt. Am nächsten Morgen verabschieden sie sich von den Büssern, die sich über die Râkshasa beklagen.
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[In B. finden sich 14 in C. fehlende Gesänge, deren Inhalt ich kurz angeben will; ihre Stelle ist aus der Concordanz zu entnehmen. — 21. R. antwortet auf L.'s Rede (in C. 23): Aufforderung, dem Vater zu gehorchen. L.'s Bitte, R. begleiten zu dürfen. R.'s Zusage. 22. Kau. sagt, die Mutter habe mehr Anspruch auf Gehorsam, als der Vater. 23. R. widerlegt diese Ansicht. — 34. enthält Klagen Daçaratha's. — 50. L. trägt dem Sumantra auf, er solle seine Entrüstung dem Daçaratha aussprechen. R. beruhigt ihn. — 61. enthält Klagen der Kausalyâ. — 80. Bharata's Klagen, will auf die Herrschaft verzichten und R. folgen. Vasisṭha spricht ihm Mut ein. 81. Bh. mit den 350 Witwen lässt sich D.'s Leiche zeigen. Seine Klagen. Vasisṭha und Jâbâli ermahnen ihn zur Standhaftigkeit. Er willigt ein, die Totenfeier zu begehen. — 83. Leichenzug. Errichtung des Scheiterhaufens. Verbrennung der Leiche. 84. Klagen Bharata's und Çaṭrughna's. Vasisṭha tröstet sie. 85. Die Wasserspende wird dargebracht. Rückkehr. Bh. will das prâyopaveçana machen. Der Minister Dharmapâla tröstet ihn. — 93. Guha preist den Bharata. Dieser fragt, wo R. geschlafen habe etc. — 98. Bharata lässt sich von Guha den Weg zu Râma beschreiben und verabschiedet sich von ihm. Sie kommen bald an den Prayâga-Wald und über diesen hinaus zu Bharadvâja's Einsiedelei. — 116. (bis 27 = C. 108) Jâbâli führt eine Reihe von Königen grösstenteils aus dem Ikshvâkuidengeschlechte an. Das scheint B. 119 = C. 110 vorwegzunehmen.]
Linked texts (2)
- Vālmīkirāmāyaṇa — Vālmīki, Sanskrit
- Kāṭhaka (Taittirīya) — Sanskrit