Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c7.30
Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c7.30
- Language
- German
c7.30
Er schickt Guha mit Spähern in den Wald und erblickt selbst von einem Baume aus den Rauch über R.'s Wohnstätte. 99. Bh. und Çatrughna gehen dahin und fallen R. zu Füssen. Die Brüder umarmen sich unter Thränen. 100. R. fragt den Bh., ob er die Herrschaft richtig führe. (Kaccid). 101. Bh. erzählt den Tod ihres Vaters und bietet dem R. die Herrschaft an. R. lehnt sie ab, sie müssten die Anordnungen ihres Vaters ausführen. 102. Bh. wiederholt seine Bitte und fordert R. auf, die Totenspende für ihren Vater darzubringen. 103. R.'s Klagen über den Tod seines Vaters. An der Mandâkinî wird die Totenspende dargebracht. Darauf kehren sie nach der Hütte auf dem Berge zurück. Als das Heer ihre laute Klagen hört, bricht eine grosse Menschenmenge auf, um R. zu sehen. 104. Vasisṭha führt die Mütter herbei. Sie sehen an der Mandâkinî die Stätte, wo die Totenspende für Daçaratha dargebracht worden war. Dann kommen sie zu R.'s Wohnung und begrüssen ihn, L. und S. 105. Am Morgen versammeln sich Alle (an der Mandâkinî) bei R., dem Bh. die Herrschaft anbietet. R. tröstet ihn mit schönen Sprüchen über die Vergänglichkeit des Lebens und erklärt dann, den Befehl des Vaters ausführen zu wollen. So solle auch er thun. 106. Bh. preist den R. und bittet ihn, durch die Rückkehr nach Ayodhyâ das Unrecht des Vaters wieder gut zu machen. 107. R. fordert den Bh. auf, den Vater nicht ins Unrecht zu setzen. Er werde in den Wald gehen. 108. Jâbâli trägt ketzerische Ansichten (der Lokâyatika) vor und fordert R. auf, die Herrschaft anzunehmen. 109. R. widerlegt die von Jâbâli geäusserten Ansichten. 110. Vasisṭha trägt den Stammbaum Râma's vor (cf. I 70). 111. Er fordert R. auf, den Vorschlag Bh's. anzunehmen. R. weigert sich. Bh. beginnt dharnâ (obschon dies nicht Sitte der Kshatriya ist), findet aber keine Unterstützung bei den Freunden. R. bittet ihn, von seinem Entschlusse abzustehen. Da erhebt er sich und sagt, er wolle selbst in den Wald gehen. R. antwortet, dass er sein dem Vater gegebenes Wort auch nach dessen Tode halten müsse. Er verspricht den Bürgern, bei seiner Rückkehr die Herrschaft wieder zu übernehmen. 112. Die Ṛishi erscheinen in der Luft und fordern Bh. auf, dem R. zu gehorchen. Bh. bittet den R. fussfällig, die Herrschaft zu übernehmen, er könne es nicht. R. bekräftigt die Unabänderlichkeit seines Entschlusses. Da lässt sich Bh. von ihm seine Sandalen geben: die sollten als Symbol die Herrschaft führen, während er bis zur Rückkehr R.'s ausserhalb der Stadt leben werde. Sie nehmen von einander Abschied.
Cites (1)
- Vālmīkirāmāyaṇa — Vālmīki, Sanskrit