Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c8.20
Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c8.20
- Language
- German
c8.20
69. Die Brüder wandern weiter nach Süden, wandern durch den Kraunca-Wald und kommen zur Matanga-Einsiedelei. Dort treffen sie in einer Höhle eine missgestaltete Riesin Ayomukhî, welche dem L. einen Antrag macht. Der aber haut ihr mit seinem Schwerte Nase, Ohren und Brüste ab, worauf sie das Weite sucht. Weiter wandernd stossen sie auf ein brüllendes Ungeheuer, den kopflosen Kabandha, der sie mit seinen riesigen Armen an sich zieht. L. verliert den Mut, und als das Ungeheuer sie angeredet, glaubt auch R., dass seine Todesstunde geschlagen habe. 70. Als das Ungeheuer sie verschlingen will, hauen sie ihm beide Arme ab. Darauf fragt es sie, wer sie seien, und beginnt von sich zu erzählen. 71. Er habe diese Gestalt angenommen, um die Rishi zu erschrecken, aber der Rishi Sthûlaçiras habe ihm geflucht, dass er diese Gestalt behalten solle, bis ihm Râma und Lakshmaṇa ihm die beiden Arme abhauen würden. Er sei der Sohn Danu’s; der Pitâmaha habe ihm ein sehr langes Leben gewährt, worauf trotzend er Indra bekämpft habe, der ihm den Kopf einschlug und die Schenkel brach. Indra habe ihm geflucht, so zu bleiben, bis ihn R. erlöse. Er bittet R., ihn in einer Grube zu verbrennen, worauf er ihm denjenigen nennen werde, der ihm über Sîtâ’s Verbleib Auskunft geben könne. 72. Während das Feuer die Leiche verzehrt, erhebt sich daraus der Râkshasa in herrlicher Gestalt und rät dem R., sich mit dem Affen Sugrîva, des Sûrya Sohn, zu verbünden, den Vâlin, des Indra Sohn, der Herrschaft beraubt habe. Er lebe in Rishyamûka an der Pampâ. Der würde durch seine Affen Sîtâ ausfindig machen. 73. Kabandha beschreibt ihnen den Weg nach der Pampâ, wo sie die Çabarî und am westlichen Ufer der Pampâ die Einsiedelei Matanga's finden würden. Östlich davon sei der wunderbare Fels Rishyamûka, wo die Çiçunâga hausen. In einer Höhle desselben wohne Sugrîva. Die Brüder machen sich auf den Weg.