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Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c8: Aranya-Kânda

Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c8

Language
German

Aranya-Kânda

c8.1

1. Als die Verbannten in den Dandaka-Wald gekommen waren, gelangten sie zu einer Einsiedelei frommer Büsser, die sie gastfreundlich aufnehmen und sich in R.'s Schutz stellen. 2. Am Morgen ziehen sie weiter und stossen auf einen menschenfressenden Riesen, den Râkshasa Virâdha. Der reisst die Sîtâ an sich und droht, das Brüderpaar zu morden. R. beklagt sein Misgeschick. L. aber macht sich kampfbereit. 3. Der Riese fragt die Brüder nach ihren Namen und nennt sich als Sohn des Java und der Çatahradâ, dem Brahman verliehen habe, dass er nicht durch Waffen getötet werden könne. Es erfolgt ein für die Brüder vergeblicher Kampf. Der Riese nimmt sie auf seine Schultern und trägt sie weit weg in den Wald. 4. Sîtâ beginnt laut zu jammern. R. bricht dem Riesen einen Arm, L. den andern. Den zu Boden gestürzten Riesen bearbeiten sie mit ihren Füssen. R. presst ihm mit seinem Fusse die Kehle zusammen und befiehlt dem L., eine Grube für den Körper des Riesen herzustellen. Der aber giebt sich als ein von Vaiçravana verfluchter Gandharva namens Tumburu zu erkennen, dem als Ende seines Loses die Tötung durch R. bestimmt worden sei. Er fordert sie auf, zu dem 1 1/2 Yojana entfernten Rishi Çarabhanga zu gehen. Dann giebt er seinen Geist auf. Sie werfen den brüllenden Riesen in die Grube.

c8.2

5. Die drei begeben sich zu Çarabhanga. Sie sehen bei ihm den Indra in seinem Wagen mit Gefolge. Der aber entfernt sich. Als sie nun den Çar. begrüssen, sagt er, Indra habe ihn in Brahman's Himmel führen wollen, er aber habe gewünscht, vorher Râma zu begrüssen. R. solle die Mandâkini aufwärts gehen, bis er zu dem Rishi Sutikshna gelange. Dann opfert er, besteigt den Scheiterhaufen und gelangt als schöner Jüngling in Brahman's Himmel. 6. In Çarabhanga's Einsiedelei kommen viele Büsser und Selbstpeiniger zu Râma und bitten ihn um Schutz gegen die Râkshasa, die viele der ihrigen mordeten. R. verspricht seine Hülfe.

c8.3

7. Die drei kommen mit den Brahmanen zur Einsiedelei des Sutikshna, dem Indra deren Ankunft voraus angesagt hatte. R. bittet um Herberge. Sutikshna gewährt sie ihm und sagt, die Gazellen würden ihm Gefahr bringen. Sie herbergen dort. 8. Am Morgen verabschieden sie sich mit den Büssern von Sutikshna, um die Einsiedelei zu besehen.

c8.4

9. Sîtâ hält dem R. vor, dass das Tragen von Waffen zu gewaltsamen Handlungen verleite. So sei einst ein Büsser dadurch von seinem frommen Wandel abgebracht worden, dass Indra ihm ein Schwert zum Aufbewahren anvertraut habe. Darum möge er als Büsser leben. 10. R. erwiedert, er habe den Büssern Schutz gegen die Râkshasa versprochen und dürfe sein Wort nicht brechen.

c8.5

11. Sie wandern weiter und gelangen zu dem See (taṭâka) Pan-câpsaras, von dem eine schöne Musik ausgeht. Ein Muni erzählt ihnen, dass dort ein Asket Mâṇḍakarṇi von 5 Apsarasen verführt worden sei, und jetzt in einem Hause im See wohne. In den Einsiedeleien um den See hält sich Râma 10 Jahre auf. Dann geht er wieder zu Sutīkṣṇa, den er nach dem Wege zu Agastya fragt. Zuerst gelangen sie in die Einsiedelei von Agastya's Bruder. R. erzählt, wie Agastya den Ilvala und Vātāpi tötete. Ersterer pflegte nämlich den zum Çrâddha eingeladenen Brahmanen das Fleisch seines Bruders vorzusetzen, und wenn diese es gegessen hatten, seinen Bruder laut zu rufen. Darauf sprengte dieser die Leiber der Brahmanen, indem er herauskam. Ilvala wiederholte dies auch bei Agastya, aber er konnte Vātāpi nicht ins Leben rufen, und als er den Agastya angriff, wurde er von ihm getötet. A.'s Bruder nimmt die Wanderer freundlich auf. Dann gelangen sie zu Agastya's Einsiedelei. 12. Lakshmaṇa lässt durch einen Schüler Agastya's diesem ihre Ankunft melden. Sie werden zu dem Heiligen geführt und von ihm freundlich bewirtet. Er schenkt dem R. Viṣṇu's Bogen, unerschöpfliche Köcher und ein Schwert. 13. Agastya lobt die Sītâ wegen ihrer Treue und weist dem R. auf dessen Bitte Pañcavaṭī nahe der Godâvarī als Wohnsitz an.

c8.6

14. Auf ihrer Wanderung dorthin treffen sie einen riesigen Geier, der sich ihnen als Freund Daçaratha's zu erkennen giebt, und einen Vortrag über die Prajâpati und ihre Nachkommen hält. Er sei Jaṭâyus, Sohn des Aruṇa und der Çyenī; sein Bruder sei Sampâti.

c8.7

15. Sie kommen nach Pañcavaṭī, wo L. auf Wunsch R.'s eine Hütte baut. 16. L. schildert die Naturschönheiten der Winterzeit. L. und R. reden über Bharata und Kaikeyī. Bad in der Godâvarī.

c8.8

17. Râvaṇa's Schwester, Çûrpaṇakhâ, sieht den Râma, verliebt sich in ihn und macht ihm den Antrag, mit ihr zu leben. 18. R. weist sie an Lakshmaṇa, der sie ironisch abweist. Sie eilt auf Sītâ zu, um sie zu verschlingen. Doch auf R.'s Befehl schneidet L. ihr Ohren und Nase ab. Sie flieht in den Wald. Schlussverse: Sie fällt dem Khara zu Füssen. 19. Khara, ihr Bruder, hebt sie auf und fragt sie nach dem Urheber der ihr zugefügten Beleidigung, an dem er blutige Rache nehmen wolle. Çûrpaṇakhâ erzählt den Hergang und sagt, sie wolle das Blut der Übelthäter trinken. Khara schickt 14 Râkshasa aus, um R. und L. zu bekämpfen. 20. Çûrpaṇakhâ führt die 14 Râkshasa zu R.'s Einsiedelei. Nach der Herausforderung beginnen sie zu kämpfen. Die Râkshasa fallen und Çûrpaṇakhâ kehrt zurück.

c8.9

21. Khara fragt sie, warum sie jetzt jammere. Sie erzählt die Niederlage der Râkshasa und fordert Khara auf, sie zu rächen. 22. Khara verspricht, sie zu rächen, und befiehlt dem Dûshaṇa, 14000 Râkshasa kampfbereit zu machen. Er besteigt seinen Wagen und zieht mit dem Heere der Râkshasa aus von Janasthâna. 23. Schreckliche Vorzeichen treten beim Marsche des Heeres ein. Aber Khara spottet derselben. Die Götter und Ṛishi erscheinen am Himmel, um den kommenden Kampf zu sehen. Khara hat 12 Râkshasa-Häuptlinge, Dûshaṇa 4 unter sich. 24. Als R. die Vorzeichen sieht und den Lärm der nahenden Râkshasa hört, schickt er L. mit Sîtâ in eine Höhle. Die Götter und Ṛishi erscheinen (wie vorhin). Das Heer kommt heran und R. steht bereit, den Kampf aufzunehmen. 25. R. tötet mit seinen Pfeilen viele Râkshasa; sie ziehen sich zurück, dringen aber wieder unter Dûshaṇa's Leitung vor. R. besiegt grosse Massen mit der Gandharva-Waffe. 26. Dûshaṇa auf seinem Wagen stürmt mit 5000 Râkshasa gegen R. an. R. tötet den Dûshaṇa. Darauf besiegt er die drei Unterfeldherrn desselben und die 5000 Râkshasa. Nun sendet Khara die zwölf Feldherrn mit dem Rest seines Heeres gegen R. Doch auch diese unterliegen R.'s Pfeilen. Nur Khara und Triçiras bleiben übrig. 27. Triçiras bittet Kh., gegen R. kämpfen zu dürfen. Er fährt auf seinem Wagen gegen R. los, wird aber auch von diesem getötet. Die übrigen (!) Râkshasa fliehen. 28. Bogenkampf R.'s und Khara's. Kh. vernichtet R.'s Bogen und Panzer. R. nimmt einen andern (Vishṇu's) Bogen und vernichtet Kh.'s Wagen mit Zubehör, schiesst ihm die Hand (cf. 30, 28) samt Bogen ab. Khara springt aus dem Wagen. 29. R. sagt, Khara werde jetzt den Lohn seiner gottlosen Thaten erhalten. Khara erwiedert, R. solle nicht prahlen, er werde ihn jetzt zur Sühne der getöteten Râkshasa vernichten. Er schleudert seine Keule auf R., doch der zerstückelt sie mit seinen Pfeilen in der Luft. 30. R. droht, den Khara jetzt zu töten. Der erwiedert freche Worte und reisst einen Sâla-Baum aus, den er auf R. schleudert. R. aber vernichtet den Baum mit seinen Pfeilen und macht dann dem Kh. den Garaus. Die Ṛishi erscheinen in der Luft und preisen R., der zu diesem Zwecke nach Janasthâna gesandt worden sei. Dann kommen Lakshmaṇa und Sîtâ herbei, und die drei kehren in ihre Einsiedelei zurück.

c8.10

31. Akampana flieht nach Lankâ und meldet dem Râvaṇa die gänzliche Vernichtung von Janasthâna. Râvaṇa gerät in Wut und will Rache an Râma nehmen. Akampana rät ihm, die Sîtâ zu rauben. Er eilt mit seinem Wagen zu Mârica Tâṭakeya und bittet ihn um Beistand bei der Ausführung seines Planes. Mârica rät aber dringend davon ab; Râv. kehrt zurück.

c8.11

32. Çûrpaṇakhâ eilt nach Lankâ und erblickt den Râvaṇa auf dem Dache des Palastes mit seinen Ministern. 33. Çûrp. wirft dem Râv. seine Sorglosigkeit vor und verkündet den Untergang der Râkshasa. 34. Çûrp. schildert auf Befragen Râv.'s den Râma, Lakshmaṇa und Sîtâ. Wer die Sîtâ besässe, würde die Herrschaft der Welt besitzen. Darum habe sie dieselbe ihm als Gattin zuführen wollen, sei aber von L. verstümmelt worden. Râvaṇa solle Sîtâ zu seiner Gattin machen.

c8.12

35. Râv. lässt seinen Wagen anspannen und fährt zum Ocean. (Der Baum Subhadra). Am andern Ufer findet er den Büsser Mârica. 36. Râv. erzählt ihm, was geschehen sei, und bittet ihn dann um Hülfe bei dem Raub der Sîtâ. Er solle sie Gestalt einer goldenen Gazelle annehmen, und so die Brüder abseits locken, während Râvaṇa die Sîtâ raube. 37. Mârica rät, den edeln Râma nicht gering zu schätzen. 38. Mâr. erzählt, wie einst der noch junge Râma, der ein Opfer Viçvâmitra's schützte, ihn mit einem Pfeile in den Ocean geschleudert habe. Râvaṇa solle nicht mit einem so furchtbaren Gegner anbinden. 39. Mâr. erzählt: er sei unlängst, als er mit 2 Râkshasa in Gazellengestalt den Tâpasa aufgelauert habe, dem Râma und der Sîtâ begegnet. Râma habe die beiden anderen Râkshasa getötet, und ihn verjagt. Râvaṇa möge nicht mit Râma anbinden. 40. Râv. ist aufgebracht: er habe nicht seinen Rat, sondern seine Hülfe verlangt. Er wiederholt seinen Plan. 41. Trotzdem wiederholt Mâr. freimütig seine Warnungen. 42. Mâr. sagt zu und die beiden Râkshasa fliegen auf Râv.'s Wagen zu Râma's Einsiedelei. Dort verwandelt sich Mâr. in eine wunderbare Gazelle und grast in der Nähe der Hütte, bis die Blumen sammelnde Sîtâ ihn erblickt.

c8.13

43. Sîtâ ruft R. und L. herbei. L.'s Warnung. Sie ist von dem Verlangen besessen, die Gazelle zu besitzen, und bittet R., sie ihr lebend oder tot zu verschaffen. R. teilt ihren Wunsch, er wolle sie erlegen, auch wenn L.'s Vermutung richtig wäre. Wie Vâtâpi dem Agastya, so könne ihm kein Râkshasa etwas anhaben. L. solle zum Schutze der Sîtâ zurückbleiben. 44. R. wird von der Gazelle weit weggelockt, bis er ärgerlich sie mit der Brahma-Waffe tötlich verwundet. Da kommt der Râkshasa heraus, und ehe er stirbt, ruft er mit Râma's Stimme: Sîtâ! Lakshmaṇa! Bestürzt über dieses Benehmen begibt R. sich eilig auf den Rückweg.

c8.14

45. Als Sîtâ das Rufen im Walde hörte, fordert sie L. auf, zu Hülfe zu eilen. Als der aber nicht gehen will, schilt sie ihn heftig. Er erwiedert, dass R. von Niemand Unheil widerfahren könne. Sie sei ihm von R. anvertraut, er müsse zu ihrem Schutze bleiben. In heftigem Zorne beschuldigt S. ihn verbrecherischer Pläne gegen sie, worauf L. widerwillig ihr gehorcht und davon geht. 46. Da kommt Râvaṇa als Bettelmönch gekleidet und redet Sîtâ mit vielen Schmeicheleien und Lobpreisungen an, und fragt, wer sie sei. 47. Sîtâ nennt ihre Herkunft und erzählt ausführlich, wie sie in den Wald gekommen sei. Râv. macht ihr darauf seinen Antrag. Die Zurückweisung der Sîtâ. 48. Râv. rühmt sich, Lankâ etc. S. verschmäht ihn. 49. Erzürnt nimmt Râv. seine wahre Gestalt an, ergreift S. und fliegt mit ihr auf seinem Wagen davon. Sîtâ ruft laut um Hülfe. Sie erblickt den Jaṭâyus und bittet ihn, dem Râma die Schreckensbotschaft zu überbringen. 50. Jaṭâyus macht dem Râv. Vorwürfe und verlangt von ihm die Freigebung der Sîtâ. Dann fordert er ihn zum Kampfe heraus. 51. In dem folgenden Kampfe zerstört Jaṭâyus Râvaṇa's Wagen. Râv., der die S. fest umklammert, fliegt gegen Jaṭâyus auf, wird aber von ihm mit Krallen und Schnabel arg zugerichtet. Zuletzt lässt Râvaṇa die Sîtâ los und macht den Jaṭâyus mit Fusstritten und Faustschlägen nieder.

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52. Die nach Hülfe rufende S. wird von Râv. wieder ergriffen und durch die Luft entführt. (Die Götter freuen sich über den nahen Untergang Râv.'s.) Die Schmucksachen und Blumen der S. fallen zu Boden. Die ganze Natur trauert. 53. S. schmäht den Râv.: Die Strafe würde bald folgen; er würde die Marterorte der Hölle bald kennen lernen. 54. S. wirft ihr Obergewand und Schmucksachen 5 Affen zu. Râv. führt sie nach Lankâ und bringt sie in seinem Serail unter. Er entsendet dann 8 Râkshasa nach Janasthâna als Spione. 55. Râv. sucht die S. auf und führt sie gewaltsam durch den ganzen Palast. Er bietet ihr Alles an, wenn sie seine Gattin werden wolle. Sie aber verhüllt ihr Antlitz in Scham. Darauf wiederholt er seine Bitten. 56. Entrüstet preist S. den R., ihren Gatten. Der und L. würden sie bald rächen. Sie könne von keinem Bösen berührt werden. Râv. schwört, dass er sie nach 12 Monaten auffressen werde, wenn sie ihm nicht zu Willen sein werde. Dann giebt er ihr eine Bewachung von Râkshasinnen und lässt sie in die Açokagrotte bringen.

c8.16

(In einem prakshipta sarga = B. 63 wird erzählt, dass Indra auf Pitâmaha's Befehl der Sîtâ havis zu ihrem Unterhalt gebracht und sie getröstet habe. Ähnlich in IV 62.)

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57. Als Râma zurückkehrt, ereignen sich ungünstige Vorzeichen, die ihn besorgt machen. Er trifft L., den er wegen S. befragt. 58. R. fragt L., ob S. noch lebe, etc. 59. R. fragt den L., warum er die Sîtâ verlassen habe. L. erzählt alsdann, wie sie ihn fortgetrieben habe, worauf ihn R. tadelt, dass er seinen Befehl hintangesetzt habe. 60. R. findet die Wohnstätte leer und sucht seine Gattin im Walde; befragt die Bäume, etc.; glaubt, sie verstecke sich, und klagt verzweifelt, sie sei von dem Râkshasa gefressen. 61. Als R. die Wohnstätte leer findet, klagt er und überhäuft L. mit Vorwürfen. L. fordert ihn auf, mit ihm die ganze Gegend zu durchsuchen. Doch die Suche bleibt vergeblich.

c8.18

Râma verzweifelt; L. sucht ihn zu trösten. 62. Wiederholung oder Variation von 60. L. solle nach Ayodhyâ zurückkehren. 63. Klagen R.’s. Elegie in Trishtubh. 64. R. schickt L. an die Godâvarî, um die Sîtâ zu suchen. Er findet sie nicht. Auch R. sucht sie dort vergeblich. Er befragt die Bäume, Flüsse, Berge und Tiere. Die Tiere gehen nach Süden. Ihnen folgend finden R. u. L. die Blumen und Schmucksachen der Sîtâ, weiter die Spuren eines Kampfes, die Trümmer des Wagen, die zerbrochenen Waffen etc. Râma gerät in Wut und legt seinen Pfeil an, um die ganze Welt zu vernichten. 65. L. besänftigt ihn. Nur einer habe hier gekämpft, dessentwegen dürften nicht Alle leiden. Sie wollten Sîtâ suchen, bis sie sie gefunden hätten. 66. L. redet dem R. zu, nicht wie ein gemeiner Mann sich zu betragen.

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67. L. beruhigt den R. Sie begeben sich auf die Suche und finden den Jaṭâyus in seinem Blute. Der erzählt ihnen den Hergang. R. bricht in Klagen aus. 68. R. befragt den Geier um die Einzelheiten; der aber stirbt plötzlich mitten in seiner Erzählung. R. betrauert den treuen Geier und verbrennt seine Leiche auf einem Scheiterhaufen unter Beobachtung aller Ceremonien.

c8.20

69. Die Brüder wandern weiter nach Süden, wandern durch den Kraunca-Wald und kommen zur Matanga-Einsiedelei. Dort treffen sie in einer Höhle eine missgestaltete Riesin Ayomukhî, welche dem L. einen Antrag macht. Der aber haut ihr mit seinem Schwerte Nase, Ohren und Brüste ab, worauf sie das Weite sucht. Weiter wandernd stossen sie auf ein brüllendes Ungeheuer, den kopflosen Kabandha, der sie mit seinen riesigen Armen an sich zieht. L. verliert den Mut, und als das Ungeheuer sie angeredet, glaubt auch R., dass seine Todesstunde geschlagen habe. 70. Als das Ungeheuer sie verschlingen will, hauen sie ihm beide Arme ab. Darauf fragt es sie, wer sie seien, und beginnt von sich zu erzählen. 71. Er habe diese Gestalt angenommen, um die Rishi zu erschrecken, aber der Rishi Sthûlaçiras habe ihm geflucht, dass er diese Gestalt behalten solle, bis ihm Râma und Lakshmaṇa ihm die beiden Arme abhauen würden. Er sei der Sohn Danu’s; der Pitâmaha habe ihm ein sehr langes Leben gewährt, worauf trotzend er Indra bekämpft habe, der ihm den Kopf einschlug und die Schenkel brach. Indra habe ihm geflucht, so zu bleiben, bis ihn R. erlöse. Er bittet R., ihn in einer Grube zu verbrennen, worauf er ihm denjenigen nennen werde, der ihm über Sîtâ’s Verbleib Auskunft geben könne. 72. Während das Feuer die Leiche verzehrt, erhebt sich daraus der Râkshasa in herrlicher Gestalt und rät dem R., sich mit dem Affen Sugrîva, des Sûrya Sohn, zu verbünden, den Vâlin, des Indra Sohn, der Herrschaft beraubt habe. Er lebe in Rishyamûka an der Pampâ. Der würde durch seine Affen Sîtâ ausfindig machen. 73. Kabandha beschreibt ihnen den Weg nach der Pampâ, wo sie die Çabarî und am westlichen Ufer der Pampâ die Einsiedelei Matanga's finden würden. Östlich davon sei der wunderbare Fels Rishyamûka, wo die Çiçunâga hausen. In einer Höhle desselben wohne Sugrîva. Die Brüder machen sich auf den Weg.

c8.21

74. Auf ihrer Wanderung nach Westen gelangen sie zur Pampâ und finden die Büsserin Çabarî, die sie freundlich aufnimmt, da sie schon von ihrer Ankunft vorher unterrichtet war. Sie zeigt ihnen die Einsiedelei mit ihren Wundern, besteigt dann den Scheiterhaufen und gelangt vor ihren Augen in den Himmel. 75. Sie gehen aus der Einsiedelei an die Pampâ, baden im Matangasaras, bewundern die Pampâ. Râma beginnt zu klagen.

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