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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s1.t2.2

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s1.t2.2

Language
German

c4.s1.t2.2

Für hinreichend bezeugt, um als stehender Typus der Abweichung anerkannt zu werden, halte ich die Gestalt der Gâyatrî-Reihe, welche die antike Metrik als katalektische bezeichnen würde, mit sieben Sylben statt der regelmässigen acht, und zwar im Ganzen mit dem Ausgang ◡ ⏑ statt ◡ ◡ ⏑. Scheinbar liegt diese Versgestalt in den zahlreichen Fällen vor, in welchen ein Gen. plur. auf -âm oder eine andre Form derselben später von uns genauer abzugrenzenden Kategorie am Ende einer siebensylbig scheinenden Reihe auftritt (z. B. asya pîtvà madânâm). Wir werden aber weiter unten den Nachweis zu führen versuchen, dass die gegenwärtig von vielen Forschern angezweifelte Auffassung, die an einer solchen Stelle madânaam etc. las und die Reihe dadurch auf ihre normale Länge brachte, in der That im Recht ist, so dass Fälle dieser Art mit der uns hier beschäftigenden Erscheinung der siebenzeiligen Reihe nur eine rein äusserliche Aehnlichkeit haben: wodurch natürlich nicht ausgeschlossen wird, dass im Einzelnen die Entscheidung zwischen der Annahme solcher zweisylbig zu messender Vocale und derjenigen der metrischen Unvollzähligkeit nicht selten schwankend bleiben wird und muss.