Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s2.t2.32
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s2.t2.32
- Language
- German
c4.s2.t2.32
Die hier beschriebenen Verhältnisse behalten im Wesentlichen unverändert ihre Gültigkeit bis in die jüngste Periode der Rigveda-Poesie. Wenn Zählungen über die Quantität der einzelnen Sylben hier und da Schwankungen zwischen verschiedenen Liedern herausstellen, so halten sich dieselben in den Grenzen dessen, was dem Zufall oder der Individualität des einzelnen Dichters zugeschrieben werden kann und muss ²), und verrathen schwerlich ein Anderswerden der metrischen Neigungen im Lauf der Zeit, welches auf dem Gebiet der Trishtubh und Jagatî erst nach der Periode der Rigveda-Poesie in fühlbarer Weise hervorgetreten ist. Nur darin scheint ein Unterschied der jüngeren Rig-Metrik gegen die ältere wahrzunehmen, dass die sechste Sylbe, wenn ihr die Cäsur vorangeht, später noch seltener eine Länge ist als in früherer Zeit: ein Vorspiel der in der Brâhmaṇa-Periode zu beobachtenden völligen Verbannung der Länge von dieser Stelle.