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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s2.t2.59

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s2.t2.59

Language
German

c4.s2.t2.59

Etwas häufiger sind Anomalien an der zehnten Stelle der Verszeile, der vorletzten Sylbe in der Triṣṭubh, der drittletzten in der Jagatī. Es scheint, dass die Triṣṭubh nicht alle Kürzen mit gleicher Leichtigkeit an dieser Stelle zulässt. So wenig es hier thunlich ist, feste Regeln aufzustellen, kann man doch so viel sagen, dass im Ganzen die kurze wurzelhafte Penultima eines zweisylbigen Wortes im Ausgang der Triṣṭubh eher an Stelle einer Länge zugelassen wird, als die einem Suffix angehörige Penultima eines mehr als zweisylbigen Wortes. Wir führen als am Schluss der Triṣṭubh gebraucht an: viṣaḥ, ushāḥ, naraḥ, patim, rasam, rajaḥ, vidat, udan, ahan, ratham, sakhā, ishe u. s. w. Von mehrsylbigen Worten besonders häufig die Superlative auf -tama sowie die verschiedenen Casus von ishira; vereinzelt Fälle wie girvaṇasam VI, 50, 6, rathavate I, 122, 11, yunajan VI, 67, 11 u. dgl. mehr. — Die drittletzte Sylbe der Jagatī, welche genau unter denselben prosodischen Bedingungen steht, wie die drittletzte der Gāyatrī, erscheint als Kürze etwa bei demselben Kreis von Worten, von welchem bei der Gāyatrī die Rede gewesen ist; es finden sich Jagatī-Ausgänge wie tavishīḥ, haviaḥ (häufig), dadhishe, vasavaḥ, avasā (häufig), vipravacasaḥ, duritā, aber auch āmurim uta etc.

Cites (1)