Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s2.t4.2
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s2.t4.2
- Language
- German
c4.s2.t4.2
Die häufigste Anomalie der Trishṭubh- und Jagatî-Reihe, welche eine zu grosse oder zu kleine Sylbenzahl derselben herbeiführt, lässt sich auf Grund der metrischen Theorie dieser Reihe a priori voraussehen und kehrt ganz wie im Rigveda auch in der Metrik der späteren Vedatexte und noch bei den Buddhisten wieder³): die beiden durch die Stellung der Cäsur unterschiedenen Typen werden in der Art contaminirt, dass entweder die Cäsur nach fünf Sylben steht und fortgefahren wird, als hätte sie nach vieren gestanden, oder sie steht nach vier Sylben, und der Vers geht wie nach der fünfsylbigen Eröffnung weiter. Im ersteren Fall ergiebt sich eine Sylbe zu viel, im andern eine Sylbe zu wenig: in welchem letzteren Fall natürlich die Abgrenzung der so gebauten Pâdas von denen, die durch Textverderbniss eine Sylbe verloren haben, sowie von denen, die einen zweisylbig zu messenden langen Vocal enthalten, mit mannichfachen Schwierigkeiten verknüpft ist. Ich gebe die Beispiele für beide Anomalien in möglichstster Vollständigkeit.
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- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit