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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s5.30

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s5.30

Language
German

c4.s5.30

Das wichtigste derselben und zugleich das am meisten in die Augen fallende ist der bestimmt ausgeprägte Gegensatz der langen Lieder (c), welchen massenhafte Triaden entnommen sind, aber nie ein grösseres Stück als eine Triade, und andrerseits der kurzen Lieder, aus welchen der Sv. häufig eine und zwar die erste Triade schöpft (b), nicht minder häufig aber auch sie in ihrem vollen Umfang, bis zur Länge von 10 Versen, herübernimmt (a). In den stehenden Zerschneidungen jener Lieder und in dem unter so zahlreichen Aushebungen besonders significanten Fehlen jeder solchen, welche die Trica-Grenzen übersprünge, giebt sich das klare Bewusstsein vom Abreissen des Zusammenhanges bei jenen Grenzen zu erkennen. Es ist von mir schon an anderm Orte ¹) ausgeführt worden, dass Beobachtungen über das Fortlaufen und das Abreissen des Gedankenzusammenhangs, über metrische Eigenthümlichkeiten u. dergl. mehr die durch den Sv. indicirten Schneidungen durchgehend bestätigen. Ob es sich um Strophentheilungen oder Liedtheilungen handelt, ergiebt freilich der Sv. nicht. In der That sind Liedtheilungen anzunehmen: das lehrt das Fehlen aller Characteristica, die auf höhere, mehrere Ṭricas umfassende Einheiten führen könnten, ferner das Auftreten deutlich markirter Liedschlussverse inmitten der überlieferten Sûkta-Complexe ¹), endlich die Reihenfolge der Lieder, deren scheinbar durchbrochene Ordnung nach absteigender Verszahl hergestellt wird, wenn jene langen, den sonst im neunten Buch festgehaltenen Umfang weit überschreitenden ²) Lieder in dreiversige Hymnen zerschnitten werden.