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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s5.44

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s5.44

Language
German

c4.s5.44

Das Lied 110 ist ein Conglomerat mehrerer in verschiedenen seltenen Versmaassen abgefasster Stücke. Nach den Metris ergiebt sich zunächst folgende Zerlegung: 1—3, 4—9, 10—12; das uns hier beschäftigende mittelste dieser Stücke (oben d) ist in zwei Ṭricas, mit der Umstellung 8. 6. 9—7. 5. 4 in den Sv. aufgenommen. Dass der Sv. gelegentlich Verse zu Ṭricas verbindet, die ursprünglich nicht zusammengehören, ist unzweifelhaft (s. oben unter f); in der Regel wird das nicht zufälligerweise gerade so geschehen, dass Verse aus zwei unabhängigen, im Ṛv. aber unmittelbar neben einander stehenden Ṭricas mit einander combinirt werden und dadurch der Schein entsteht, dass hier ein zusammengehöriger Text vorliegt. Aber gerade in unserm Fall ist das Eintreffen eines derartigen, im Grossen und Ganzen unwahrscheinlichen Zufalls ausnahmsweise nahe gelegt. Denn das Metrum, in welchem die Verse 4—9 verfasst sind (ṛicas aus je drei Jagatī-Reihen), begegnet im ganzen Ṛv. eben nur bei diesen sechs Versen, so dass, sollten hier einmal neue Ṭricas zusammengestellt werden, man nur über diese Verse zu verfügen hatte ¹. So wird, wie mir scheint, die im Sv. auftretende Durcheinandermischung der Verse 4—9 nicht mit demselben Recht, wie in den meisten andern Fällen, als Zeichen der Einheitlichkeit jenes Stückes verwerthet werden dürfen: ein ungewisses Resultat, in das sich leider durch Beobachtungen über den Inhalt und Zusammenhang des betreffenden Textes kaum grössere Bestimmtheit bringen lassen wird.

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