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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s6.9

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s6.9

Language
German

c4.s6.9

Aber auch noch unter den Fällen, welche die Kritik überhaupt nicht anzutasten hat, kommen für die Untersuchung der Liedtypen mit wechselndem Metrum nicht wenige in Wegfall, bei welchen das scheinbare Zusammentreffen verschiedener Versmaasse auf dem Wege der Exegese fortgeschafft wird: die Fälle nämlich, in denen Aeusserungen oder Sprüche an einander gereiht sind, welche nicht ein fortlaufendes Lied ausmachen, sondern die dazu bestimmt sind, getrennt von einander an verschiedenen Stellen desselben rituellen oder desselben episch erzählenden Zusammenhangs — im letzteren Fall mit dazwischen stehender Prosa — vorgetragen zu werden. Auf diese Weise wird, wenn nicht überall so doch an vielen Stellen der Begräbniss- (X, 14 fgg.) und Hochzeitssprüche (X, 85), der Yûpasprüche (III, 8), der Pflügersprüche (IV, 57), der Sprüche für die Kampfrüstung (VI, 75) und andrer ähnlicher Spruchsammlungen das metrisch Verschiedene sich aus einander lösen. Ebenso in der Erzählung von Agastya, Indra und den Maruts (I, 170 fg.), von Agastya und Lopâmudrâ (I, 179), von Indra, Vâyu und dem Vritrakampfe (VIII, 100) und in andern jener Âkhyânas, für welche es mir gestattet sei, auf frühere an anderm Orte von mir gegebene Darlegungen ¹ zu verweisen. Auch bei Dânastutis und ähnlichen Anhängen wird nicht selten durch die Auflösung des lockern Bandes, welches dieselben mit dem vorgehenden Liede verknüpft ¹), die Vereinigung metrisch verschiedenartiger Bestandtheile beseitigt.

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