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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s7.2

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s7.2

Language
German

c4.s7.2

Pâdas, deren Umfang und Bau von den im Allgemeinen geltenden Normen abweicht, finden sich in einigen Liedern des Ṛigveda in solcher Häufigkeit und zum Theil wenigstens so entschieden geschützt gegen textkritische Beanstandung, dass für derartige Stellen die Annahme einer nicht auf blosser Nachlässigkeit, sondern auf Absicht beruhenden freieren Behandlung des Metrums unabweisbar wird. Schon in alter Zeit ist diese Erscheinung beobachtet worden; so werden im Kaushîtaka (VIII, 5) die Verse I, 120, 1-9 hinsichtlich ihres Metrums als »ziellos« (akûdhrîcyaḥ) bezeichnet, und der Ausdruck, welchen das Aitareya (I, 21) von denselben Versen braucht, vichandas, findet sich als Bezeichnung einer eigenen Kategorie von Versmaassen schon in Formeln des Yajus-Rituals ¹). Von dem Âprîliede der Feuerschichtung sagt die Taitt. Saṃhitâ (V, 1, 8, 4), die Verse seien aparimitachandasaḥ, ûnâtiriktâḥ; das Versmaass heisse »das Haarige« (lomaśam) ²).

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