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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s8.127

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s8.127

Language
German

c4.s8.127

Uebrigens darf es zur Beschwichtigung aller Bedenken ausgesprochen werden, dass eine volle Erklärung aller der in Rede stehenden Formen als sprachlicher Erscheinungen vielleicht überhaupt gar nicht das wäre, was hier geleistet werden müsste. Denn man wird zu berücksichtigen haben, dass die hieratisch-künstliche Vortragsweise der vedischen Texte, die schon für die Zeit ihrer Abfassung mit Wahrscheinlichkeit angenommen werden darf, den Erscheinungen, wie die Sprache sie darbot, eine willkürliche Steigerung und Ausdehnung aufgedrängt haben kann, welche auf die Rechnung der altindischen Sprache zu setzen verfehlt sein würde ¹). Wies diese einmal bei gewissen Formen ein Schwanken zwischen einsylbigen und zweisylbigen Worten oder Wortelementen auf, so kann das Gutdünken der priesterlichen Verskünstler von solchen Analogien einen viel weiter gehenden Gebrauch gemacht haben, als die Sprache selbst ihn jemals gemacht haben würde.