Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s8.27
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s8.27
- Language
- German
c4.s8.27
Dass in der fünfsylbigen Virâj-Zeile (◡--◡-) die hier besprochene Verwendung des genetivischen -âm keine häufige sein kann, lässt sich nach dem bisher Gesagten erwarten; jene Sylbe müsste, um das Aequivalent eines Jambus zu bilden, die dritt- und vorletzte Stelle der Reihe einnehmen, diese also mit einem einsylbigen Wort hinter einem Gen. plur. schliessen. Sieht man z. B. die Virâj-Hymnen der Parâṣara- Sammlung (I, 65—70) durch, so findet man in der That unter so zahlreichen Genetivformen, dass man nach den sonst vorliegenden Verhältnissen eine Anzahl von Fällen des zweisylbigen -âm zu erwarten berechtigt wäre, nur die eine Stelle 67, 10 cittir apâm. Zieht man es nicht vor, hier etwa nach 70, 8 (garbho yo’ apâm) zu schreiben cittir yo’ apâm — welche Aenderung doch ein immerhin bedenklicher Ausweg ist —, so würde hier in der That das -âm auf zwei Sylben des metrischen Schemas von der Gestalt ◡◡ treffen. Es liegt am Tage, dass ein vereinzelter derartiger Fall ¹) um so viel weniger eine hinreichende Instanz gegen das bisher in Bezug auf die metrische Stellung des -âm gefundene Resultat bilden kann, als auch sonst das ausnahmsweise Auftreten der Kürze an der vorletzten Stelle der Virâjreihe nicht ganz selten ist.
Linked texts (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit