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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s8.32

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s8.32

Language
German

c4.s8.32

Wir haben bisher gefunden, dass von den beiden Vocalen, in welche das *â* der Endung *-âm* sich zerlegt oder deren Stelle es in welcher Weise auch immer einnimmt, der erste eine Kürze ist ¹): wir untersuchen jetzt die Quantität des zweiten Vocals. Dadurch dass das *-âm* überaus häufig am Versende steht oder einen Consonanten hinter sich hat, welcher die Sylbe positionslang macht, ist die Entscheidung dieser Frage erschwert; ich glaube trotzdem, dass eine vollständige Statistik der in Betracht kommenden Fälle ein ziemlich sicheres Urtheil ermöglicht. Finden wir, dass, wenn das Metrum an der dem zweiten jener beiden Vocale entsprechenden Stelle eine Länge fordert, stets oder in einer unverhältnismässig überwiegenden Zahl von Fällen ein Consonant folgt, so dürfen wir schliessen, dass die Positionslänge ein Bedürfniss, der Vocal selbst also kurz ist. Die für diese Untersuchung in Betracht kommenden Fälle zeigen uns den fraglichen Vocal theils an der viertletzten Stelle der Trishtubh oder, was auf dasselbe herauskommt, an der fünftletzten der Jagatî, theils — ziemlich häufig — an der drittletzten der Gâyatrî, ganz vereinzelt an der vorletzten der Trishtubh resp. drittletzten der Jagatî. Ich finde nun, dass im Rigveda an 86 Stellen der bezeichneten Art auf das *-âm* ein Consonant folgt, welchen Stellen nur folgende Ausnahmen gegenüberstehen: *eshâm* I, 134, 6; *narâm* I, 167, 10; *marutâm* V, 56, 1; *pathâm* VII, 73, 3 ²); *somânâm* VIII, 93, 33; dazu als zweifelhaft wegen des speciellen metrischen Characters des betreffenden Sûkta *apâm* X, 46, 1; *damâm* 7; endlich *martânâm* I, 63, 5, wenn dort nicht *martiânâm* zu schreiben ist.

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