Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s8.58
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s8.58
- Language
- German
c4.s8.58
Die zweite Stelle, an welcher pâyu mit zweisylbiger Messung erscheint, II, 1, 7, ist metrisch nicht signifikant. Doch sei bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen, dass auf die Formen der zugehörigen Wurzel pâ sich die Fälle zweisylbiger Messung des â auffallend ungleichmässig vertheilen: diese Messung findet sich nämlich fast nur bei denjenigen Formen — und zwar bei diesen ziemlich häufig — welche hinter dem â Doppelconsonanz haben ¹) (pânti, pântu, pântam, pântaḥ; ausserdem noch bei dem einsylbigen pât, das begreiflicherweise keine Instanz gegen unsre Beobachtung bildet); die an sich so gebräuchlichen Formen pâti, pâtu, pâhi liefern kaum ein sicheres Beispiel der in Rede stehenden Erscheinung ²). Dies Verhältniss kann nicht befremden, wenn wir für das zweisylbige â die Messung ◡◡ annehmen: dann, und nur dann, erklärt es sich, dass pânti (paanti) für die vedischen Metriker bequemer verwendbar war, als pâti (paati) mit seinen drei Kürzen, die wegen des vocalischen Ausgangs dem Metrum einen wesentlich schwereren Widerstand leisteten, als etwa die Kürzen von vâtaḥ, apâm, dâsam (vaataḥ etc.).
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- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit