Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c5.s2.53
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c5.s2.53
- Language
- German
c5.s2.53
In dieser Weise etwa scheinen sich mir die Lieder des achten Buches zu Gruppen zu ordnen, innerhalb deren im Ganzen wenigstens eine bestimmte Anordnung zu erkennen ist. In der Reihenfolge der Gruppen unter einander aber wird sich eine Gesetzmässigkeit schwerlich entdecken lassen. Allerdings glaubt Bergaigne (II, 76 fgg.) eine solche gefunden zu haben. Die Gründe, aus denen ich mich ihm nicht anschliessen kann, sind in den obigen Darlegungen implicite enthalten. Behandelt man die einzelnen Liedergruppen unbefangen, ohne durch das Suchen nach symmetrischen Zahlenverhältnissen beeinflusst zu sein, so gelangt man zu Liederzahlen der Gruppen, welche meines Erachtens weit davon entfernt sind, ein so weit regelmässiges Aussehen zu zeigen, dass etwa einzelne übrig bleibende Unregelmässigkeiten zu Correcturen des überlieferten Bestandes einladen könnten. Vollends zu so zahlreichen, gewagten und complicirten Correcturen, wie B. sie vornimmt, der hier, wenn ich mich nicht täusche, über die Grenzen hinausgeht, innerhalb deren allein die Kritik Kritik bleibt¹).