Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c5.s3.39
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c5.s3.39
- Language
- German
c5.s3.39
Die Praskaṇvagruppe endlich (44—50) characterisirt sich durch eine bestimmte rituelle Beziehung ihrer Lieder⁴): dieselben sind sämmtlich den im Prâtaranuvâka angerufenen Gottheiten der Morgenfrühe gewidmet, dem Agni — dass Agni speciell als der erste Erheller der Frühe und Herbeiführer der devāḥ prātaryâvaṇaḥ gemeint ist, zeigt sich vielfach —, den Aṣvin, der Morgenröthe, der aufgehenden Sonne; in Verbindung mit diesen Anrufungen steht die gleichfalls dem Morgenritual zugehörige Darbringung von soma tiroahnya ¹) (45, 10; 47, 1). Die an die einzelnen Götter gerichteten Lieder sind jedesmal zusammengeordnet und halten die absteigende Reihenfolge inne (Agni 14, 10. — Aṣvinau 15, 10. — Ushas 16, 4. — Sûrya 10 ²)), aber die Aufeinanderfolge dieser kleinen Reihen unter sich ist nicht die zu erwartende. Da Agni die erste, Sûrya die letzte Stelle inne hat, so ist es vielleicht möglich, an einen Einfluss der rituellen Reihenfolge der Morgengottheiten zu denken, wobei allerdings angenommen werden müsste, dass die Aṣvin hier, entgegen der in den späteren Ritualtexten geltenden Ordnung, ihre Stelle in der Feier vor der Morgenröthe gehabt hätten ³).
Cites (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit