Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.140
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.140
- Language
- German
c6.140
Im dritten Pâda, mit dem wir uns hier allein beschäftigen, giebt M: asûrtâ (Kap. Saṃh. asûrtâḥ) sûrte rajasi nishattâ; T hat: asûrtâ sûrtâ rajaso vimâne. Es ist nicht direct beweisbar, dass nishattâ[ḥ] eine aus der gemeinsamen Vorlage von TM stammende Lesart ist, denn das in T recht flach nach Ṛv. X, 123, 1 hineininterpolirte vimâne kann ebensowohl ein nishattâḥ wie ein nishatte verdrängt haben. Aber den Eindruck guter Ueberlieferung macht nishattâḥ entschieden. Man vergleiche X, 15, 2: ye pârthive rajasi â nishattâḥ: offenbar sind es die Ṛishis, die sich in dem rajas niedergelassen haben; nicht ist das rajas selbst ein nishattam. Die vorangehenden Locative konnten leicht das nishattâḥ gleichfalls in einen Locativ verwandeln ¹).
Linked texts (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit