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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.150

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.150

Language
German

c6.150

man sieht, wie Stücke von dem altüberlieferten Bestand des Verses mit geläufigen Wendungen von anderweitiger Herkunft (ya’ ime dy. X, 110, 9; adhârayad rodasî I, 62, 7; vergl. VI, 17, 7) durchsetzt sind. Bedürfte es einer Bestätigung für die Echtheit von krandasî, so würde sie uns durch die Parallelstelle des Hymnus geliefert werden, welchen der Dichter von X, 121 nachahmt ²), des Liedes II, 12, wo es in Vers 8 heisst: yam krandasî samyatî vihvayete. In der That ist der Zusammenhang, in welchem die Lieder II, 12 und X, 121 stehen, unverkennbar. Auf der einen Seite die Verherrlichung des gewaltigsten unter den Göttern des alten vedischen Glaubens, die dichterische Emporhebung des Indra über alle Götter und alle Welten, in jenen Versen, die immer von Neuem wiederholen: er der das vollbracht und jenen Feind bezwungen hat — »sa janâsa’ indraḥ«. Auf der andern Seite der Preis des ungenannten Gottes, welchen die Dichter einer jüngeren Zeit höher als Indra und als alle Götter der Vorfahren über dem Universum thronen sahen, und nach dessen räthselhaftem Wesen jeder Vers des Hymnus fragt: der dies thut und dem jene Herrlichkeit gehört — »kasmai devâya haviṣâ vidhema«. Eine Reihe von Ausdrücken des jüngeren Liedes zeigt, wie seinem Dichter das andre, welches zu jenem in einem so merkwürdigen religionsgeschichtlichen Gegensatz steht, vor Augen geschwebt hat¹): und so darf der ältere Hymnus von dem Textkritiker wohl als Zeuge gegen den Interpolator angerufen werden, der aus dem jüngeren ein früh aus der Sprache verschwundenes Wort zu tilgen gesucht hat. --

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