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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.18

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.18

Language
German

c6.18

Wir haben für jetzt durch die Prüfung einer Reihe möglichst typisch auszuwählender Fälle den höheren Werth der Textüberlieferung, wie sie im Ṛigveda vorliegt, darzuthun. Es sei zuvörderst an schon oben Erwähntes zurückerinnert. Wenn derselbe Vers im Ṛv. sich an Indra, im Sv. an Agni wendet, und wenn die betreffende Lesart für jeden der beiden Veden durch die Stellung des Verses innerhalb der Saṃhitâ gesichert ist, so wird man darüber, was das Ursprüngliche ist, kaum im Unklaren sein können: dass die alte, historische Anordnung der Ṛig-Lieder und Verse andere Garantien der Echtheit giebt, als die nach secundären Gesichtspuncten gruppirte Zusammenstellung der Yoniverse, wird nicht bestritten werden. Erscheinungen ferner, wie die erwähnte Beseitigung des Genetivs avyas, die Zurückdrängung des Wortes îm und der zweisylbig zu messenden Vocale, die Einführung des jambischen Rhythmus in eine Gâyatrî, die im Ṛv. nicht nur selbst der trochäischen Gattung angehört, sondern auch in einem Hymnus von trochäisch ausgehenden Gâyatrîversen steht: bei diesem Allen ist darüber, auf welcher Seite das Ursprüngliche liegt, jede Ungewissheit ausgeschlossen.