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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.23

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.23

Language
German

c6.23

Das Wort prâṇa ist im Ṛv. überaus selten und auf junge Abschnitte beschränkt; es kommt ausser an drei Stellen des zehnten Buches nur noch einmal in dem Virâj-Abschnitt von Buch I und einmal in dem jungen, der ursprünglichen Hymnenreihe angehängten Stück III, 53 vor ¹). Der Sâman-Text weist das Wort mehrere Male in den aus dem Ṛv. stammenden Versen auf. In IX, 86, 19 kṛâṇâ sindhûnâm kalaṣâñ avîvaṣat giebt der Sv. für kṛâṇâ und avîvaṣat entsprechend prâṇâ und acikradat; ebenso IX, 102, 1 kṛâṇâ ṣiṣur mahînâm mit derselben Variante prâṇâ im Sv. Die Willkür der Sâmaveda-Diaskeuasten, welche hier das alte und schwierige, übrigens durch eine erhebliche Zahl von Ṛigstellen gesicherte kṛâṇâ ²), das ihnen unverständlich geworden war, durch das moderne prâṇâ ersetzt haben, bedarf keiner weiteren Characteristik.

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