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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.47

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.47

Language
German

c6.47

Wenn wir in den bisher erörterten Stellen gegenüber der corrumpirten Gestalt des Sv.-Textes in der Ṛv.-Ueberlieferung einfach das Richtige zu besitzen glaubten, so sprechen auch diejenigen Stellen, an welchen der Ṛv. einen verderbten Text hat, in ihrer grossen Mehrzahl nicht für, oder sie sprechen sogar direct gegen den selbständigen Werth der Sv.-Tradition. Mehrfach nimmt der Sv. einfach an der Corruptel des Ṛv. Theil: so z. B. IX, 61, 12, wo die Parallelstellen kaum Zweifel darüber lassen, dass das befremdende indrâya yajyave ¹) in indrâya vâyave zu verbessern ist (vergl. IX, 27, 2; 33, 3; 34, 2; 65, 20; 84, 1; 85, 6; 86, 20; 97, 25. 49; 108, 16). Bisweilen aber weicht der Sv. derartig von der Corruptel des Ṛv. ab, dass er, weit entfernt davon das Richtige zu geben, eben jenes selbe Verderbniss als die seinen Anordnern direct oder indirect vorliegende Grundlage des eignen Textes erkennen lässt, die dann durch weiter fortschreitende Zerrüttung oder auch durch verfehlte Besserungsversuche noch mehr entstellt wurde. Dieser Art ist der Vers IX, 79, 1, der oben S. 72 eingehend besprochen ist. Ich führe als ein wenigstens wahrscheinliches Beispiel für dieses Verhältnis noch IX, 98, 12 an, wo der Ṛigveda liest:

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