Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.51
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.51
- Language
- German
c6.51
Uebrigens zeigt die Sâmantradition ähnliche Schwächen wie betreffs der Lesung einzelner Worte oder Wortgruppen so auch in Bezug auf die Anordnung der Verse und ihre Zusammenfassung zu Ṭricas¹. Schon oben (S. 131) habe ich auf die nicht ganz seltenen Fälle hingewiesen, in welchen der Sâmaveda aus den ṛgvedischen Materialien Ṭricas schafft, wo ursprünglich keine existiren, oder denselben Ṛgvers einmal in seinem ursprünglichen, einmal in einem neuen, willkürlich gemachten Zusammenhang verwendet. Bei den Umstellungen einzelner Verse — meistens handelt es sich darum, dass der zweite und dritte Vers eines Trica die Stelle tauschen ¹) — giebt, wie sich von selbst versteht, der Zusammenhang der Gedanken nur selten eine Entscheidung. Die aufmerksamere Betrachtung dessen, was gesagt zu werden pflegt, und der Reihenfolge, in der es gesagt wird, des Tones, in welchem die allgemeinere Bitte um Segnungen sich als Schluss an die Aufführung der speciellen Eigenschaften, Thaten, Schicksale des Gottes anzufügen pflegt, wirft immerhin wenigstens in einer Reihe von Fällen ein Gewicht in die Wagschale; eine vorurtheilslose Prüfung wird mir, glaube ich, darin Recht geben, dass dies fast ausnahmslos ²) zu Gunsten der Riktradition geschieht. —