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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.39

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.39

Language
German

c7.39

hier wie in einer Reihe ähnlicher Fälle (s. sogleich) durch die Cäsur entschuldigt werden. — Was den Nom. sing. der Femininstämme auf nicht wurzelhaftes -â anlangt, so beweist die sehr lehrreiche Statistik Lanman's (355 fg.) deutlich das Bestreben der vedischen Dichter, den Hiatus zu vermeiden. Unter 1053 Fällen, in denen jene Nominative erscheinen, finden sich nur 27, wo im Innern des Pâda Hiatus hinter dem -â vorliegt; dieser Hiatus ist im Saṃhitâtext 23 mal, dem Princip der Diaskeuase entsprechend, durch Contraction beseitigt, an vier Stellen (vergl. Prâtiśâkhya 163) hat er sich in der Ueberlieferung erhalten. Diese Zahlenverhältnisse zeigen schon für sich allein, dass die sprachliche Gestalt dieser Formen eine andre ist, als bei den Nominativen der Stämme auf wurzelhaftes â mit der bei ihnen zu beobachtenden relativ ausserordentlich grossen Häufigkeit des (dort eben nur scheinbaren) Hiatus. Es muss hinzugefügt werden, dass der Hiatus bei den Nominativen auf -â grossentheils durch die Cäsur entschuldigt ist (in 12 von den 27 Fällen), welche Milderung der Härte bei den Formen auf -â[s] natürlich unnöthig war. — Die erwähnten vier Fälle des auch im überlieferten Saṃhitâtext bewahrten Hiatus betreffen die Worte îshâ (eine Stelle) und manîshâ (drei Stellen, die alle durch die Cäsur entschuldigt sind). Die identische Behandlung eben dieser äusserlich ähnlichen Worte ist recht im Styl der Diaskeuasteneinfälle; die Veranlassung könnte in dem oben (S. 385) besprochenen scheinbaren Fall des Hiatus bei manîshâ I, 70, 1 liegen.

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