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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s2.35

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s2.35

Language
German

c7.s2.35

Schreiten wir nun von der zweiten Sylbe des Pâda zur dritten und vierten fort, so nehmen die Schwierigkeiten und Unsicherheiten vielleicht noch zu. In Bezug auf die dritte Sylbe³ steht fest, dass sie an und für sich weder zur Länge noch zur Kürze eine überwiegende Neigung hat. Aber wenn die zweite, und im achtsylbigen Pâda auch wenn die vierte Sylbe entgegen der vorherrschenden Praxis eine Kürze ist, so giebt die Technik der vedischen Dichter einer langen dritten den Vorzug¹). Von diesem Standpunct aus motivirt sich der grösste Theil der an dritter Stelle begegnenden Verlängerungen, welche wieder, indem sie sich wenigstens im Grossen und Ganzen einem verständlichen, aber bei den Indern offenbar früh in Vergessenheit gerathenen Gesetz fügen, ein günstiges Licht auf den Werth der Ueberlieferung werfen. Als Beispiele für verlängerte dritte neben kurzer zweiter Sylbe seien die folgenden angeführt²):