Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s2.6
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s2.6
- Language
- German
c7.s2.6
Bereits Benfey (Quantitätsversch. II, 80) hat auf das Factum hingewiesen, dass unter den Fällen, welche einen unverlängerten Schlussvocal an den die Verlängerung besonders begünstigenden Versstellen zeigen, das auslautende i mit auffallender Häufigkeit auftritt. Genauere Betrachtung ergiebt, dass der überlieferte Text das i in gewissen Endungen recht oft, in andern nirgends verlängert zeigt, und so wird man auf die Beobachtung geführt, dass überhaupt in gewissen Worten resp. Endungen der Schlussvocal, nach dem überlieferten Text zu ertheilen, sehr zur Verlängerung hinneigt; bei andern findet sich die Verlängerung selten, bei noch andern überhaupt nicht. In besonders hohem Grade der Verlängerung fähig ist der Schlussvocal z. B. der Verbalformen auf -ta, -tha, -tana, -ma, -sva, der Imperative auf -a, -hi, -dhi, der Instrumentale auf -ena, einzelner Adverbia wie atra u. s. w. Selten verlängert wird beispielsweise der schliessende Vocal der Genetive auf -asya (Lanman 338), der Locative auf i (Lanman 411. 426); nirgends derjenige der Dative auf -âya, der neutralen Nom. plur. auf -i, der Verbalformen auf -mi, -si, -ti¹), -nti, -tu, -ntu.