Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s2.99
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s2.99
- Language
- German
c7.s2.99
Die letzte Stelle im Innern des Pâda, welche bei der Untersuchung der Verlängerungen in Betracht kommt, ist die siebente solcher Triṣṭubh- und Jagatīreihen, die ihre Cäsur nach der vierten haben. Die Metrik weist die vorherrschende Geltung der Länge an dieser Stelle nach; dieselbe überwiegt die Kürze an Häufigkeit um das drei- bis vierfache. Dem entsprechend liegen im überlieferten Text Verlängerungen der betreffenden Sylbe verhältnismässig reichlich vor, reichlich genug jedenfalls, um Zweifel an der in Rede stehenden Erscheinung, welcher ja auch eine gewisse innere Begreiflichkeit zukommt, zu entfernen. Weiter allerdings als um das gelegentliche Auftreten der Verlängerung zu bewirken, hat die Bevorzugung — die eben nur eine Bevorzugung ist — der Länge an jener Stelle nicht gereicht; das Ueberwiegende ist doch das Ausbleiben der Verlängerung. So finden wir beispielsweise bharatā mit der Verlängerung I, 136, 1; II, 14, 6. 7; ohne dieselbe II, 14, 2; 37, 1; III, 52, 8; V, 43, 3; VIII, 100, 3; X, 100, 2. Eine Regel kann ich hier nicht entdecken und bezweifle, dass sie vorhanden ist; eine Vertheilung der beiden Formen nach den verschiedenen Bestandtheilen des Ṛigveda wird ebensowenig anzunehmen sein. Offenbar haben wir hier das Gebiet der individuellen Willkür erreicht. Dass, was diese hervorgebracht, auch von den Einflüssen der Ueberlieferung nicht unangetastet geblieben sein wird, dürfen wir nach allen sonstigen Erfahrungen nicht bezweifeln¹). Aber es fehlt uns an jedem Anhaltspunct für den Versuch, eine zutreffendere Ordnung oder Unordnung, als die Ueber-
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- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit