Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s4.2
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s4.2
- Language
- German
c7.s4.2
Dass die vedische Dichtung den Hiatus im Allgemeinen zu vermeiden bestrebt ist, darf als anerkannt gelten ¹). Um zu genaueren Feststellungen darüber zu gelangen, wie intensiv diese Abneigung ist und in welchen Grenzen sie herrscht, möge unsre Untersuchung sich die Richtung zunächst durch einige Zählungen anweisen lassen, die ich in Bezug auf die beiden beliebig herausgegriffenen Sûktas VII, 3 und X, 45 angestellt habe. Es war dabei die Absicht, zu constatiren, wie sich das Zusammentreffen von vocalischem Auslaut und vocalischem Anlaut in seiner thatsächlichen Häufigkeit zu derjenigen Häufigkeit verhält, welche, wenn die Abneigung gegen den Hiatus nicht eingriffe, zu erwarten sein müsste. Zu diesem Zweck ermittelte ich, wie oft im Innern der Pâdas am Wortschluss und am Wortanfang Consonanten resp. Vocale auftreten, und wie oft unter diesen Fällen das Zusammentreffen zweier Vocale resp. die Beseitigung dieses Zusammentreffens durch Contraction erscheint. Die auf s ausgehenden Worte sind dabei natürlich stets als consonantisch endend gezählt, auch wenn die traditionelle Schreibung nach den Sandhiregeln Formen wie vo für vas, nṛimanâ für nṛimanâs aufweist. Die Resultate dieser Zählungen sind die folgenden (siehe umstehende Tabelle).
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- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit