Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s5.52
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s5.52
- Language
- German
c7.s5.52
Im vorigen Abschnitt ist untersucht worden, in welchen Fällen auslautendes î, û, e, o vor folgendem Vocal verkürzt und in welchen es nicht verkürzt wird. Wir schliessen hier einige Bemerkungen über die Behandlung des â in gleicher Stellung an. Kuhn¹) ist meines Wissens der Erste gewesen, der die Verkürzung eines â vor folgendem Vocal²), soweit keine Contraction eintritt, als zulässig erkannt hat; wir dürfen, meine ich, noch einen Schritt weiter gehen und diese Verkürzung als Regel behaupten¹). Bei dem Ueberblick über die betreffenden Materialien sehen wir natürlich von den insignifikanten Fällen ab — es sind 37 oder 38 —, in denen das fragliche â in der ersten Sylbe der Reihe, sodann von denen, in welchen es unmittelbar vor der Trishtubh- oder Jagatîcäsur (69 Fälle) oder unmittelbar nach derselben (I, 189, 4) steht. Ebenso wenig fallen einige Stellen in’s Gewicht, an welchen das â als viertletzte Sylbe einer Trishtubh- resp. als fünftletzte einer Jagatîreihe²) oder als siebente Sylbe einer solchen Reihe mit der Cäsur nach der vierten³) steht: in diesen Stellungen überwiegt zwar, wie bekannt, der Gebrauch der Länge, aber die Kürze ist doch immerhin häufig genug. Für die Kürze nun des betreffenden Vocals treten zunächst die Stellen ein, an welchen das â zweite Sylbe hinter der Trishtubh- oder Jagatîcäsur ist⁴). Entscheidend aber sind vor Allem die den Versausgang betreffenden Fälle. Hier finden wir â mit folgendem Vocal als drittletzte Sylbe der Trishtubh:
Cites (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit