Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s8.4
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s8.4
- Language
- German
c7.s8.4
Ich betrachte es als eine sicher festgestellte Erkenntniss, deren Begründung ich hier nicht wiederhole, dass jede der drei Tonbezeichnungen — Horizontalstrich unter der Linie, Vertikalstrich über der Linie, drittens das Fehlen eines Zeichens — einen bestimmten Accent der Sylbe, bei welcher sie steht, ausdrückt: jede Sylbe mit dem Strich unter der Linie ist anudâtta, jede Sylbe ohne Zeichen udâtta oder was dem gleichsteht (pracaya), jede mit dem oberen Strich svarita³). Das Prâtiśâkhya, die Zeichen der Manuscripte, die noch gegenwärtig in Indien herrschende Weise des Vedavortrags stimmen in allem Wesentlichen überein⁴) und erläutern sich gegenseitig. Dies Betonungssystem anzusehen als entstanden aus der Missdeutung einer Schreibweise, welcher ursprünglich ein andrer Sinn zugekommen wäre, haben wir keinen Grund und kein Recht.