Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c8.3
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c8.3
- Language
- German
c8.3
Als Śākhās des Ṛigveda nennt der Caraṇavyūha (Ind. Stud. III, 253) die Śākalās, Vāshkalās, Āśvalāyanās, Śāṅkhāyanās, Māṇḍūkāyanās. Wir werden später sehen, in welchem beiläufigen Sinne allein die Āśvalāyanās und Śāṅkhāyanās überhaupt als Schulen, die den Riktext selbst vertreten, angesehen werden können. So finden wir denn auch anderwärtig in der Purāṇatradition (s. Ind. Studien a. a. O.) statt der fünf Śākhās nur drei genannt, die Śākalās, Vāshkalās, Māṇḍūkās. Von diesen wiederum scheidet für unsre Untersuchung die Schule der Māṇḍūkeyās — so nenne ich sie nach Ait. Ār. III, 1, 1 — aus. So bekannt der Name des Māṇḍūkeya bez. der Māṇḍūkeyas aus der Āraṇyaka-, Prātiśākhya- und Sūtraliteratur ist, so fehlt es doch einstweilen an allen Anhaltspuncten in Bezug auf die Śākhā der Māṇḍū- keyas. Schon im alten Indien muss die Kenntniss dieser Śâkhâ, wenn eine solche, der Śâkalaśâkhâ parallel stehend, wirklich je existiert hat, frühzeitig abgerissen sein. So bleiben für unsre Untersuchung nur die Śâkalas und Vâshkalas übrig¹.
Linked texts (1)
- Aitareyāraṇyaka — Sanskrit