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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c8.42

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c8.42

Language
German

c8.42

Der Wortlaut und der metrische Character der in Rede stehenden Textstücke, der Khilas wie der nicht unter den Khilas überlieferten, so weit wir diese kennen, bestätigt durchaus die Zurückweisung ihres Anspruchs auf Zulassung in den Ṛigveda. Man halte etwa den von der Bṛhaddevatâ mitgerechneten khailika-Schluss des Liedes X, 85 neben das echte Lied: man braucht nur zu lesen śrīdharasya yathâ śriyâ und śaṃkarasya yathâ gaurī, oder zu bemerken, dass von zwölf Anuṣṭubh-Halbversen neun am Ende des ersten Pâda die Sylben ◡ ◡ ◡ ◡ haben, um über das Alter dieses Zusatzes hinreichend im Klaren zu sein. Nicht Alles natürlich ist gleich modern: es scheint, dass zu den respectabelsten unter den betreffenden Zusätzen der leider zum grössten Theil noch immer nicht nachweisbare Text der hinter I, 73 aufgeführten Suparṇalieder gehört¹). Dieselben waren elf an der Zahl; die ersten zehn, an die Aṣvin gerichtet, mit den Anfangsworten ṣaṣvad dhi vâm, sind bis jetzt, so viel mir bekannt, nirgends zum Vorschein gekommen; das elfte besitzen wir: es ist der in der Vulgata am Ende des Vālakhilyam erscheinende Hymnus VIII, 59, als dessen Ṛishi in der That Suparṇa Kâṇva angegeben wird²). Wenn jene zehn Lieder im Kaush. Brâhm. als Bestandtheil des Aṣvina-ṣāstra vorgeschrieben werden, so verleiht dies — ebenso wie der Character des elften uns vorliegenden Liedes — dem Suparṇaabschnitt eine Dignität, die ihn nahe an die Grenze des Ṛigveda heranrückt. Aber doch, meine ich, nur an die Grenze; es ist bezeichnend, dass der einzige Hymnus unsrer Ṛig-Vulgata, welcher jenem Suparṇatext zugehört hat, gerade das letzte Sûkta des halbapokryphen Vālakhilyam ist; und so scheint mir die Umgebung, in welche dies Sauparṇa zusammen mit dem Vālakhilya hingehört, treffend in der Bemerkung characterisirt zu sein (im Caraṇavyûha-Comm. fol. 16): yathâ praishâdhyâyakuntâpâdhyâyanividadhyâyasuparṇâdhyâyaṣ ceti tadvad vâlakhilyâdhyâyaḥ.

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