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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c8.49

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c8.49

Language
German

c8.49

Es ist bekannt, dass die folgenden Verse im Padapâṭha nicht zerlegt, sondern von den Pada-Handschriften in der Saṃhitâform gegeben werden: VII, 59, 12; X, 20, 1; X, 121, 10; X, 190. Die längst gefundene Erklärung dieses Factums, dass diese Verse erst nach der Zeit des Śâkalya in die Saṃhitâ eingedrungen sind, oder dass sie doch zu seiner Zeit noch nicht als dort hingehörig anerkannt waren, trifft ohne Zweifel das Richtige. Was hätte sonst Śâkalya bewegen können, dieselben unzerlegt zu lassen? Er hat sie aber offenbar nicht nur nicht zerlegt, sondern sie überhaupt nicht berücksichtigt, und die Späteren, welche sie in seinem Padapâṭha vermissten, haben nicht gewagt, auf ihre eigne Verantwortung die Zerlegung vorzunehmen, und doch auch wieder nicht, die Verse ganz fortzulassen; darum haben sie dieselben, dem Wesen des Padapâṭha widersprechend, unzerlegt in denselben hineingesetzt. Wir berühren hier diesen so klaren Hergang nur, um einerseits auf die grosse Zahl zusammentreffender Indicien aller Art aufmerksam zu machen, welche die erwähnte Auffassung sichern, andrerseits um die naheliegenden Folgerungen hervorzuheben, die sich daraus in Bezug auf den zu Śakalya’s Zeit immer noch nicht ganz abgeschlossenen Process der Textfeststellung ergeben.

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