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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c9.11

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c9.11

Language
German

c9.11

Die Auffassung übrigens, welche den hier besprochenen Erörterungen des Commentars zu Grunde zu liegen scheint, dass Śāṅkhāyanas Vedatext in näherer Beziehung zur Śākala- als zur Vāshkalaśākhā steht, wird nicht unbeanstandet bleiben dürfen. Die Anführung des den Vāshkalas eignen Sandhi-terminus Upadruta (S. 491) bei Śāṅkhāyana sowie die im Gṛihya (IV, 5, 9) sich findende Nennung des Verses tac cham yor als des Schlussverses des Veda machen es vielmehr wahrscheinlich, dass Śāṅkhāyana ein Anhänger der Vāshkalaśākhā war²). Schwerlich aber haben wir daraus zu folgern, dass sein Sūtra nicht ebenso gut auch von Śākalas benutzt werden konnte: wäre das anders gewesen, würden vermuthlich Handschriften des Śāṅkhāyana heute so wenig vorhanden sein wie Handschriften der Vāshkalaśākhā. Dass Śāṅkhāyana auf dem Kaushītaka Brāhmaṇa, Āśvalāyana dagegen auf dem Aitareya basirte, darin lag eine wesentliche, nicht zu überbrückende Differenz: aber was die Śākhās der Ṛik-Saṃhitā selbst anlangte, so konnten die Abweichungen derselben, von welchen wir wissen, kaum ein Hinderniss für die Benutzung desselben Sûtra durch Anhänger verschiedener Śâkhâs abgeben ¹). So ist es denn auch nicht befremdend, dass der Commentar des Caraṇavyûha, für welchen offenbar die Vâshkalaśâkhâ keine concrete Bedeutung mehr besass, bei dem was er über Śânkhâyana zu sagen hatte, den Śâkalatext zu Grunde legte. —

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