Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c9.34
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c9.34
- Language
- German
c9.34
Neben den Aenderungen des Hymnenbestandes, die Śâṅkhâyana als solche angiebt, könnten nun auch weitere Abweichungen von der Vulgata in Betracht kommen, welche er bereits fertig in seinem Vedatext vorfindet, und die er darum stillschweigend voraussetzt. Wir wiesen oben (S. 517) auf die Wahrscheinlichkeit hin, dass Śâṅkhâyana der Vâshkalaśâkhâ folgte. Dies giebt sich allerdings durch keine Textvariante in der ganzen zahllosen Menge von Pratîkas und sonstigen Textbruchstücken, welche er anführt, zu erkennen. Dass es an allen diesen Stellen bei den Vâshkalas in der That keine Varianten unserm Text gegenüber gab, ist möglich, aber aus Śâṅkhâyana doch nicht mit Sicherheit zu schliessen: waren Varianten vorhanden, so konnten sie und mussten fast, wie die Śâkalaśâkhâ zu immer ausschliesslicherer Herrschaft gelangte, durch die Lesarten der letzteren verdrängt werden. Auch von tiefer greifenden Abweichungen in der Structur
Linked texts (1)
- Śāṅkhāyanaśrautasūtra — Śāṅkhāyana, Sanskrit