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Grammatik der Prakrit-Sprachen c2.s2.31

Grammatik der Prakrit-Sprachen c2.s2.31

Language
German

c2.s2.31

§ 35. Als Lexicograph war für das Pkt. thätig Dhanapāla, dessen synonymisches Wörterbuch *Pāiyalacchī* d. h. *Prākṛtalakṣmī*h von BÜHLER herausgegeben worden ist: The Pāiyalacchī Nāmamālā, a Prakrit Kosha, by Dhanapāla. Edited with critical notes, an introduction and a glossary by GEORG BÜHLER. Göttingen 1878 (= BB. 4, 70—166a). Dhanapāla verfasste nach seiner eigenen Angabe Strophe 276—278 sein Werk im Vikrama-Jahre 1029 = 972 n. Chr., zur Zeit, als Mānyakheṭa in Folge eines Überfalls der Mālavafürsten geplündert worden war, zu Dhārā, für seine jüngere Schwester Sundarī¹. In Strophe 1 nennt er seine Arbeit eine Nāmamālā, in 278 Desī = Desī. Wie bereits BÜHLER (p. 11) hervorgehoben hat, bilden die Deśīs nur ein Viertel aller Wörter des Lexicons; alle andern sind Tatsama oder Tadbhava (§ 8), und das Werk ist daher nicht von grossem Wert². Es umfasst 279 Strophen im Āryāmetrum, von denen die erste das Maṅgalācaraṇa enthält, die vier letzten die auf die Abfassung bezüglichen Angaben. In 1—19 nimmt jeder Gegenstand eine ganze Strophe ein, in 20—94 einen Vers, in 95—202 einen Halbvers; 203—275 enthalten einzelne Worte, die durch ein Synonym, zuweilen durch einen Halbvers erklärt werden. Dhanapāla wird von Hc., Deśīn. 1, 141; 3, 22; 4, 30; 6, 101; 8, 17 unter seinen Quellen genannt. Die Citate finden sich aber teils gar nicht in der Paiyalacchī (3, 22; 4, 30; 8, 17), teils stimmen sie nicht zu Hc.'s Angaben (1, 141; 6, 101). BÜHLER vermutet daher (p. 15) mit Recht, dass Dhanapāla noch ein anderes Werk gleicher Art geschrieben hat. Nach seiner Bekehrung zum Jainismus hat Dh. noch die Ṛṣabhapañcāśikā verfasst³.

Cites (3)