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Grammatik der Prakrit-Sprachen c2.s2.56

Grammatik der Prakrit-Sprachen c2.s2.56

Language
German

c2.s2.56

§ 38. Ganz von Hc. abhängig ist in dem Commentar zu seinem Prākṛtavyākaraṇa, Trivikramadeva, der Sohn des Mallinātha und Enkel des Ādityavarman. Ich habe davon zwei Handschriften benutzt, eine Abschrift eines Tanjore MS. in der India Office Library, Burnell Collection No. 84, in Grantha, und eine Abschrift in Nāgarī von Tanjore MS. 10006, collationirt in den Sūtra mit 10004¹, die BURNELL für mich hat anfertigen lassen, ausserdem die Ausgabe in der Textsammlung Granthapradarśanī No. 1—32. Sie reicht nur bis zum Ende des 1. Adhyāya. Triv. hat in den Sūtra seiner Grammatik² eine eigenartige Terminologie verwendet, die er am Anfange seines Werkes erläutert³. In der von ihm zu den Sūtra geschriebenen Vṛtti hat er von 1, 1, 17 an Hc., den er in der Einleitung als Quelle nennt, fast wörtlich abgeschrieben, so dass ich ihn nur selten citirt habe, zumal die entsprechenden Regeln seiner Grammatik am Rande meiner Ausgabe des Hc. angegeben sind. Ihm eigen sind die Capitel 1, 3, 106; 1, 4, 121; 2, 1, 30; 3, 1, 132 und 3, 4, 71, in denen Worte zusammengestellt werden, die sich nicht unter die Regeln der Grammatik bringen lassen und zum grössten Teil unter den Begriff der Desī fallen, wie die in 3, 4, 71 aufgeführten ausdrücklich Deśyāḥ genannt werden. Die beiden ersten Capitel habe ich veröffentlicht und besprochen BB. 3, 235 ff.; 6, 84 ff.; 13, 1 ff. Trivikrama's Zeit wird bestimmt nach oben durch Hemacandra († 1172), nach unten dadurch, dass er von Kumārasvāmin, dem Sohne des Kolācala Mallinātha, in seinem Commentare zu Vidyānātha's Pratāparudrīya (ed. Madras 1868) 218, 21 mit Namen, ausserdem 62, 19 ff.; 201, 21; 214, 4 anonym citirt wird⁴. Pratāparudra II., dem Vidyānātha sein Werk gewidmet hat, regierte von 1295—1323⁵. Kumārasvāmin spricht 123, 1 ff. von der Thronbesteigung des Pratāparudra als von einem vor langer Zeit (purā kila) erfolgten Ereignisse. Sein Vater Kolācala Mallinātha citirt Bopadeva⁶, der am Hofe des Mahādeva von Devagiri⁷ lebte, der von 1260—1271 regiert hat⁸. Es wird dadurch AUFRECHT'S Annahme, dass Mallinātha nicht vor dem 14. Jahrhundert gelebt haben kann, bestätigt. Trivikrama wird also wohl ins 13. Jahrhundert zu setzen sein.

Cites (1)