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Altindische Grammatik v2.c7.s2.t13.65

Altindische Grammatik v2.c7.s2.t13.65

Language
German

v2.c7.s2.t13.65

d) Abgesehen von *pra-* (b) haben die Präverbien in diesen Verbindungen im ganzen die Bedeutungen, die sie innerhalb des Altindischen selbst bei adverbiellem oder eigentlich präverbialem Gebrauch haben (vgl. e). Doch stammt die negative Bedeutung von *nis-* wie bei den damit zusammengesetzten Adjektiven (§ 95fγ) aus den Bahuvrīhi (§ 110be). Eine eigentümliche Entwicklung zeigt *práti*, indem es kl. neben den ältern Bedeutungen (unten eη 1—5) auch distributive Funktion erlangt hat. Ursprünglich eignet diese der Verbindung von *práti* mit dem Akkusativ (P. 1, 4, 90), vorklassisch meist in der Form eines Avyayībhāva z.B. TB. *prati-pūruṣám* „je für einen Mann“ S. *praty-ṛcam* „bei jedem Verse“ *prati-díśam* „in jeder Himmelsgegend“ *praty-aham* „täglich“. Eine erste Umbildung zeigt PGS. 1, 3, 2 *prati-saṃvatsarān* „einmal jedes Jahr“, wo mit der pluralischen Endung dem Mehrheitlichen Begriff Rechnung getragen ist (anders Böhtlingk Sächs. Ber. 1896, 3). Weiterhin wird spätklassisch das distributive *prati*-Kompositum mit einer Kasusendung versehen, zur genauern Angabe der Beziehung, worin der in Wiederholung gedachte Begriff zum Satzganzen steht. Teils im Singular z.B. Hemādri 1, 257, 18 *prati-śṛṅgeṇa* „mit jedem Horn“, Hitop. 4, śl. 122 *prati-skandhena* „je mit der Schulter“, Hem. 1, 187, 13 *prati-manvantare* „in jeder Manuperiode“. Teils im Plural z.B. Nṛs. Tap. Up. 2, 2, 7. 2, 3, 6 *prati-mātrāḥ* „alle einzelnen Moren“, BhP. 12, 6, 59 *prati-śākhābhyaḥ* „aus allen Śākhās“, Muṇḍ. Up. 3, 2, 7 *prati-devatāsu* „in den einzelnen Gottheiten“ usw.

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