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Altindische Grammatik v3.c9.1813

Altindische Grammatik v3.c9.1813

Language
German

v3.c9.1813

a) Am häufigsten ist -pad-ī- als Fem. von -pád- ,,Fuß"; es ist oxyton im AV. hinter yajña- u. śiti-, sonst baryton. Vom RV. an findet es sich hinter den Zahlen von 1-9 (B. S. auch hinter śata-, nach Gaṇar. 2, 134 auch hinter aśiti-), z. B. hinter éka- dvi- cátuṣ- aṣṭá- náva-, ferner hinter a- ghṛtá- ,,Ghee" su-, im AV. hinter śya- ,,Antilope" yajña- ,,Opfer" śiti- ,,weiß", in den Mantras und der alten Prosa z. B. in JB. 2, 271 ittham-padī- (Caland Auswahl S. 191) ,,(Frau) mit solchen Füßen". Nachträglich wird dieses -padī- bisweilen auf v. padá- ,,Schritt, Standort" bezogen, z. B. ep. kl. viṣṇu-padī- (Bez. der Gaṅgā) bezieht sich auf die drei padāni Viṣṇu's (RV. 1, 154, 4 usw.), S. ep. sapta-padī- ,,7 Schritte machend". Umgekehrt tritt im ŚB. etwa -padā- und -pādī- für -padī- ein (s. § 246cβA.) in der Bedeutung ,,Fuß als Körperteil", während für ,,Versglied" (v. padá-) -padā- berechtigt ist (P. 4, 1, 9; belegt seit VS.): dvi-padā- tri-padā- usw. — -padī- erweist sich als ererbt durch die genaue Entsprechung mit gr. -πεζα (z. B. hinter ἀργυρό- κυανό- τρά-). — pañca-pādī- s. § 247dA. N -padī- P. 4,1,8 u. 5,4,139 mit G. kumbhapadī (vgl. Gaṇar. 2,134). — ŚB. 1,8,1,26 u. TS. 2,6,7,1 stellen v. ghṛtá-padī- zu padá-; ebenso BR. v. sáptapadī- „bei jeder Gelegenheit vorhanden“, vgl. den Spruch S. sakhā saptapadī (Var. -padā) bhava und ep. niṣṭhā saptapadī. — ŚB. 11,2,2,1-4 ist zwischen -padā- von Strophen und -pād- von Tieren scharf geschieden; aber für cátuṣpadā 11,2,2,2 Mādhy. liest die Kāṇvarez. -dī (vgl. RV.1,164,24 c. d -pad- für „Versglied“).

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