Geschichte der indischen Litteratur v1.c7.s2.32
Geschichte der indischen Litteratur v1.c7.s2.32
- Language
- German
v1.c7.s2.32
Die eigentliche philologische Erforschung des Veda begann jedoch erst mit der im Jahre 1838 in Calcutta erschienenen Ausgabe des ersten Achtels des Rigveda von Friedrich Rosen, der nur durch einen vorzeitigen Tod an der Vollendung seiner Ausgabe verhindert wurde. Insbesondere aber war es der groſse französische Orientalist Eugène Burnouf, der im Anfang der vierziger Jahre am Collège de France lehrte und, indem er einen Kreis von Schülern um sich versammelte, welche später hervorragende Vedagelehrte wurden, den Grund zum Vedastudium in Europa legte. Einer dieser Schüler war Rudolph Roth, der mit seiner im Jahre 1846 erschienenen Schrift »Zur Litteratur und Geschichte des Weda« das Studium des Veda in Deutschland begründete. Roth selbst und eine stattliche Anzahl seiner Schüler widmeten sich in den folgenden Jahren und Jahrzehnten mit Feuereifer der Erforschung der verschiedenen Zweige dieser ältesten Litteratur Indiens. Ein anderer berühmter Schüler Burnoufs war F. Max Müller, der gleichzeitig mit Roth durch Burnouf in das Vedastudium eingeführt worden war. Von Burnouf dazu angeregt, fafste Max Müller den Plan, die Hymnen des Rigveda mit dem groſsen Kommentar des Sāyaṇa herauszugeben. Diese für alle weiteren Forschungen unentbehrliche Ausgabe erschien in den Jahren 1849—1875¹). Noch ehe dieselbe vollendet war, machte sich Th. Aufrecht durch seine handliche Ausgabe des vollständigen Textes der Hymnen des Rigveda (1861 und 1863) um diese Forschungen auſserordentlich verdient.
Cites (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit