Geschichte der indischen Litteratur v1.c7.s2.8
Geschichte der indischen Litteratur v1.c7.s2.8
- Language
- German
v1.c7.s2.8
Diese englische Übersetzung wurde im Jahre 1791 von Georg Forster ins Deutsche übertragen und erweckte im höchsten Grade die Begeisterung von Männern wie Herder und Goethe. Ein anderes Werk desselben Dichters Kālidāsa, das lyrische Gedicht Ṛtusaṃhāra, wurde von Jones in Kalkutta im Jahre 1792 im Urtext herausgegeben, und es war dies der erste Sanskrittext, der im Druck erschien. Von noch gröſserer Bedeutung war es, daſs W. Jones das berühmteste und in Indien angesehenste Werk der indischen Rechtslitteratur, das Gesetzbuch des Manu, ins Englische übertrug. Diese Übersetzung erschien in Kalkutta 1794 unter dem Titel »Institutes of Hindu Law, or the Ordinnances of Menu«. Eine deutsche Übersetzung dieses Werkes erschien 1797 in Weimar¹). W. Jones war endlich auch der erste, der den genealogischen Zusammenhang des Sanskrit mit dem Griechischen und Lateinischen mit voller Bestimmtheit und den mit dem Deutschen, Keltischen und Persischen vermutungsweise aussprach. Er hat auch bereits auf die Ähnlichkeiten zwischen der altindischen und der griechisch-römischen Mythologie hingewiesen.
Cites (2)
- Mānava Dharmaśāstra — Manu & Bhṛgu, Sanskrit
- Ṛtusaṃhāra — Kālidāsa, Sanskrit