Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s2.210
Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s2.210
- Language
- German
v1.c8.s2.210
Und noch bedeutsamer ist es, daſs sich auch einige ganz weltliche Gedichte unter die heiligen Lieder und Opfergesänge des Rigveda gemischt haben. So finden wir z. B. Rv. IX, 112 mitten unter den Somaliedern ein satirisches Gedicht, welches über die mannigfachen Wünsche der Menschen spottet. Möglich, daſs es nur dadurch Aufnahme in die Rigveda-Saṃhitā gefunden hat, weil ein witziger Diaskeuast darauf verfallen ist, jedem Vers den höchst unpassenden Refrain: »Dem Indra ströme Soma zu« anzuhängen. Ich gebe das merkwürdige Gedicht in der Übersetzung von P. Deussen¹):
Cites (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit