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Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s3.71

Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s3.71

Language
German

v1.c8.s3.71

»Kāma, der Aufstachler, stachle dich auf! Nicht aushalten sollst du es auf deiner Lagerstätte! Mit des Kāma schrecklichem Pfeile durchbohre ich dir das Herz.
Mit dem Pfeil, dessen Feder die Sehnsucht, dessen Dorn die Liebe, dessen Schaft das Verlangen, — mit diesem Pfeile, wohlgezielt, durchbohre Kāma dir das Herz.
Mit dem wohlgezielten Pfeil des Kāma, dem versengenden, der die Milz verdorren macht, dessen Feder vorwärtsfliegt, — mit dem durchbohre ich dir das Herz.
Von heifser Glut verzehrt, lechzenden Mundes komm zu mir geschlichen! Sanft, des Stolzes bar, freundlich redend, treu ergeben, sei ganz mein eigen!
Mit der Peitsche peitsch' ich fort dich von der Mutter, von dem Vater, auf dafs du in meiner Gewalt seiest, meinem Wunsch willfahrest.
Vertreibet, o Mitra und Varuṇa, ihre eigenen Gedanken aus ihrem Herzen! Und wenn ihr sie willenlos gemacht, gebet sie in meine Gewalt!«