Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s3.89
Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s3.89
- Language
- German
v1.c8.s3.89
»Aus der Höhe schaut ein Wächter, wie einer, der daneben steht;
Verstohlen meint man es zu tun: und alles ist den Göttern kund.
Wenn einer steht und geht, wenn einer schleichet,
Zu Versteck und Schlupfwinkel sich zurückzieht,
Wo zwei zusammensitzend sich bereden:
Das weiſs der König Varuṇa als Dritter.
Diese Erde gehört dem König Varuṇa,
Sein ist der hohe, unendliche Himmel;
Seine Lenden sind Luftmeer und Ozean;
Auch dieses Wässerchen ist seine Wohnstatt.
Wer über den Himmel eilte zur Ferne,
Nicht käm' er los von Varuṇa, dem König.
Vom Himmel steigen seine Späher nieder;
Tausendäugig überschauen sie die Erde.
Alles sieht der königliche Varuṇa,
Was zwischen Himmel und Erd' ist, was jenseits;
Das Blinzen des menschlichen Auges zählt er:
Es liegt vor ihm wie Würfel vor dem Spieler.