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Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s3.93

Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s3.93

Language
German

v1.c8.s3.93

Roth bemerkt zu diesem Lied: »Es gibt kein anderes Lied in der ganzen vedischen Litteratur, welches die göttliche Allwissenheit in so nachdrücklichen Worten ausspräche, und dennoch ist diese schöne Ausführung zum Exordium einer Beschwörung herabgewürdigt worden. Doch liegt hier, wie bei vielen anderen Stücken dieses Veda, die Vermutung nahe, daſs vorhandene Bruchstücke älterer Hymnen dazu benutzt wurden, Zauberformeln aufzuputzen. Als ein Bruchstück dieser Art wären die fünf oder auch sechs ersten Verse unseres Liedes zu betrachten.« Ich kann diesen Worten nur zustimmen; die Annahme Bloomfields2), daſs das ganze Gedicht so, wie es ist, von Anfang an für Zauberzwecke verfaſst worden sei, scheint mir nicht gut denkbar.