Pramāṇa · Search · About · API

Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s3.96

Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s3.96

Language
German

v1.c8.s3.96

Daher steht auch der Atharvaveda in engster Beziehung zur Kriegerkaste. So finden wir denn hier die Lieder, die sich auf die Königsweihe beziehen, wobei der König mit dem heiligen Weihwasser besprengt wird und auf ein Tigerfell tritt; wir finden Zaubersprüche, welche einem Könige Herrschaft über andere Fürsten, überhaupt Macht und Ruhm sichern sollen, Gebete für den König, wenn er die Rüstung anlegt, wenn er den Kriegswagen besteigt, u. dgl. Interessant ist ein Gebet (Ath. III, 4) bei der Königswahl, wo der himmlische König Varuṇa, indem der Name des Gottes mit dem Zeitwort var »wählen« in etymologische Verbindung gebracht wird, als derjenige erscheint, welcher den König wählt. Merkwürdig ist auch Ath. III, 3, eine Zauberformel für die Wiedereinsetzung eines verbannten Königs. Zu den schönsten Hymnen dieser Klasse gehören aber die Schlachtgesänge und Kriegszauberlieder, so insbesondere die zwei Lieder an die Trommel, welche die Kämpfer zur Schlacht und zum Sieg rufen sollen (Ath. V, 20 und 21). Als Beispiel folgen einige Verse von V, 20:

Linked texts (1)